Unser Kühlschrank ist da

Fr., 26.01.2018, Panama/Shelter Bay, Tag 1336, 12.404 sm von HH

So habe ich mir das nicht vorgestellt.
Ich hatte ‚plug and play‘ erwartet.

Dass das halbe Schiff zerlegt werden muss, war nicht zu erwarten.
Fast alle Kabel, die unter der Decke entlang Richtung Kühlschrank führen, sind rot.
Es gibt so viele schöne Mädchenfarben: Mauve, Fuchsia, Koralle. Warum nutzt die Kabelindustrie das nicht? Das beraubt die Menschheit um so schöne Sätze wie „Ich verlege heute die lavendelfarbenen Kabel“.

Welches der roten Kabel mag das richtige sein?
„Zieh doch einfach am Kühlschrank-Ende und ich beobachte, welches Kabel wackelt“, versuche ich zu helfen.
Ein tötender Männerblick: „Alle Kabel sind mit einer Plastikspirale zusammen gebündelt, damit man ja nicht an einem Kabel ziehen kann. Und damit das auch wirklich nicht funktioniert, ist zusätzlich alle vierzig Zentimeter das Bündel mit Isolierband umwickelt.“
Ich höre auf mit klugen Tipps.

Damit Achim das richtige Kabel finden kann , muss die Decke in der Pantry runter.
Damit die Decke runter kommt, muss der Haltegriff neben dem Niedergang ab.
Damit der Haltegriff abgeschraubt werden kann, muss eine weitere Holzleiste weg. Die ist geschraubt und geleimt und gerade in Santa Marta frisch von mir lackiert.
Damit er das Isolierband vom Bündel puhlen kann, muss ein weiteres Deckenelement im Salon runter.

Viele, viele böse F-Wörter später hat Achim das richtige Kabel gefunden.

Wohnlichkeit jetzt auch in der Pantry

Wohnlichkeit jetzt auch in der Pantry

Na, wo ist den das rote Kabel?

Na, wo ist den das rote Kabel?

Die Küchen-Decke, mein ewiger Feind bei der Fett-Spritzer-Suche, liegt offen neben mir. Jetzt kommt Schwager Jürgen mit seinen tollen Ratschlägen ins Spiel: Ich kann den Feind putzen, ohne mir über Kopf die Arme zu verrenken.
Es ist eben nichts so schlecht, dass es nicht für irgendetwas gut wäre.

Achim prökelt derweil weiter. Er versucht das richtige Kabel aus der Spiralen-Umklammerung zu ziehen. Keine Chance. Ohne die Spirale zu entfernen, wird das nichts.

Schlappe 24 Stunden später läuft der Kühlschrank und die Deckenplatten sind wieder an ihren Platz. Nebenbei wurden noch ein paar Kabel von ‚Lüfter Küche‘ und ‚Lüfter Deckshaus‘ entfernt. Keiner von uns hat je diese Lüfter zu Gesicht bekommen.
Also, es geht voran. :-) Jetzt mit kaltem Bier zum Feierabend.

Ein Gedanke zu „Unser Kühlschrank ist da

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*