{"id":135576,"date":"2019-03-18T02:11:00","date_gmt":"2019-03-18T02:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/atanga.de\/?p=135576"},"modified":"2019-03-21T18:15:51","modified_gmt":"2019-03-21T18:15:51","slug":"unser-erstes-suedseeatoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/atanga.de\/?p=135576","title":{"rendered":"Unser erstes S\u00fcdseeatoll"},"content":{"rendered":"<p>Fr., 15.Mrz.19, Franz.Pol\/Gambier\/Insel Mangareva\/Rikitea, Tag 1748, 17.385 sm von HH<br \/>\nZu fr\u00fch gefreut, ohne Schwell ist unser neuer Ankerplatz nicht. Kein Vergleich zu den letzten Wochen, aber 20 Knoten peitschen die Lagune auf. Wir m\u00fcssen wieder tief ankern, auf 17 Meter mit auflandigem Wind. Aber der Haltegrund ist exzellent.  Im Dinghy wird man pudelnass. Das vorgelagerte Riff,  durch das die Tonnen uns den Weg f\u00fchrten, h\u00e4lt zwar den schlimmsten Schwell ab, aber Atanga nickt im Wind. Die Antirutschmatten sind allerdings im Schrank verschwunden. Das Wasser ist weder t\u00fcrkis, noch klar. Wahrscheinlich liegt dies nur an den heftigen Regenf\u00e4llen der letzten Tage. Auch fehlen die palmenges\u00e4umten Str\u00e4nde. Um das Pr\u00e4dikat &#8218;paradiesisch&#8216; zu bekommen, muss optisch noch etwas an der Insel gearbeitet werden. <img src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/plugins\/classic-smilies\/img\/icon_wink.gif\" alt=\";-)\" class=\"wp-smiley\" style=\"height: 1em; max-height: 1em;\" \/><br \/>\nAuf Mangareva wohnen 1.500 Menschen, die meisten entlang des Ufers in der Ankerbucht. Durch den Ort f\u00fchrt eine Betonstra\u00dfe, die nach einem Kilometer in Sand \u00fcbergeht. An der Hauptstra\u00dfe liegen ein paar Gesch\u00e4fte mit Konserven, Keksen, Reis und Fertigsaucen im Angebot. In den K\u00fchltruhen liegen ganze Tiere. In einem Sack erkenne ich ein undefinierbares Bein von massiven Ausma\u00dfen. Besser den Deckel wieder schlie\u00dfen, nicht dass man noch auf die Oma st\u00f6\u00dft. In anderen Truhen gibt es gekochten Schinken und Speck in typischen Blister-Packungen. Die L\u00e4den sind penibel aufger\u00e4umt, die Dosen sauber aufgestapelt und mit Preisen beschriftet. Die Preise sind lustig. Ein direkt aus Frankreich importierter Camembert kostet 12 Euro. Das Angebot ist schmal, vor allem gibt es kein Obst oder Gem\u00fcse. Zwiebeln und Knoblauch sind die einzigen Frischeartikel. Wir m\u00fcssen zur Gendarmerie, um einzuklarieren. Der junge Franzose (er wird in Gambier ein, zwei Jahre arbeiten und sich dann nach Martinique versetzen lassen)  ist super nett und bringt tapfer seine paar Englischbrocken an den Mann. Wir sprechen ja leider beide kein Franz\u00f6sisch, sind ihm daher sehr dankbar f\u00fcr seine Hilfe. Es gilt ein (kurzes) Formular auszuf\u00fcllen. Das war&#8217;s, schon sind wir fertig. Eine Kopie dieses Formulars m\u00fcssen wir mit der Post nach Tahiti schicken. Dieser analoge Postweg kommt uns relativ unsinnig vor, da die Gendarmerie \u00fcber einen Scanner, PC und Internet verf\u00fcgt. Heute , am Freitag, hat die Post sowieso schon geschlossen, also erledigen wir das am Montag.<br \/>\nDie Post ist auch der einzige Ort wo man Geld tauschen kann. USD in Landesw\u00e4hrung. Euro werden trotz &#8218;Mutterland&#8216; Frankreich nicht akzeptiert. Eine Bank oder einen Automaten gibt es nicht. Somit bleibt uns ein Internetzugang zun\u00e4chst verwehrt: kein Geld, kein Internet. Der gr\u00f6\u00dfte Supermarkt &#8211; ohne Super &#8211;  hat einen Internetzugang, den man benutzen darf, wenn man dort einkauft. Das Netz soll sehr langsam sein, ein berittener Bote h\u00e4tte die Nachricht schneller \u00fcberbracht, so hei\u00dft es. Das selber zu testen, darauf werden wir nun noch drei Tage warten m\u00fcssen.<\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"gef\u00e4llt mir\" data-post-id=\"135576\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">2    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"doof\" data-post-id=\"135576\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-down\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr., 15.Mrz.19, Franz.Pol\/Gambier\/Insel Mangareva\/Rikitea, Tag 1748, 17.385 sm von HH Zu fr\u00fch gefreut, ohne Schwell ist unser neuer Ankerplatz nicht. 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