{"id":139913,"date":"2023-08-20T03:30:08","date_gmt":"2023-08-20T03:30:08","guid":{"rendered":"https:\/\/atanga.de\/?p=139913"},"modified":"2023-08-20T03:30:08","modified_gmt":"2023-08-20T03:30:08","slug":"eine-unerwartet-ruppige-ueberfahrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/atanga.de\/?p=139913","title":{"rendered":"Eine unerwartet ruppige \u00dcberfahrt"},"content":{"rendered":"<p><em>Sa.,12.Aug.23, Fiji\/Vanua Balavu\/Bavatu, Tag 3360, 26.426 sm von HH<\/p>\n<p><\/em>Wir erkunden mit dem Kajak die gro\u00dfe Bucht von Batavu. In einer Seitenausbuchtung finden wir versteckt hinter einer Wand aus Mangroven-Wurzeln einen bachf\u00f6rmigen Seitenarm. Das Wasser ist gerade tief genug f\u00fcr das Kajak. Als wir hinter dem Vorhang verschwinden, wird es total ruhig. Kein Windhauch erreicht diese Idylle. Auch kein Sonnenstrahl mehr. \u00c4ste und Mangrovenwurzeln bilden einen Tunnel \u00fcber uns. Die Mangroven-Bl\u00e4tter wispern. Das Wasser ist glasklar. Aufgeregt taucht ein kleiner Rochen vor uns weg. Vier kleine Schwarzspitzen-Riffhaie folgen ihm. Wer st\u00f6rt hier in der Abgeschiedenheit unsere Ruhe?, scheinen sie zu sagen. Krebse turnen auf den \u00c4sten herum, die im Wasser liegen. Ein geheimnisvoller Ort.<br \/>\nTief k\u00f6nnen wir uns durch das Labyrinth aus Wurzel, Baumst\u00e4mmen und \u00c4sten fortbewegen. Aber bitte nicht mit dem Kajak irgendwo h\u00e4ngen bleiben. Zur\u00fcck schwimmen wollte ich zwischen den Mangroven nicht. Ein Nachteil des aufblasbaren Teils. Mit den harten Kajaks konnten wir sorgloser paddeln.<\/p>\n<div id=\"attachment_139915\" style=\"width: 1610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"boxersandswipers\" title=\"Mangrovenwurzeln versperren den Eingang zum kanalartigen Arm\" href=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mangrovenwurzeln-versperren-den-Eingag-zum-kanalartigen-Arm.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-139915\" class=\"wp-image-139915 size-full\" src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mangrovenwurzeln-versperren-den-Eingag-zum-kanalartigen-Arm.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"899\" srcset=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mangrovenwurzeln-versperren-den-Eingag-zum-kanalartigen-Arm.jpg 1600w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mangrovenwurzeln-versperren-den-Eingag-zum-kanalartigen-Arm-300x169.jpg 300w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mangrovenwurzeln-versperren-den-Eingag-zum-kanalartigen-Arm-1038x583.jpg 1038w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mangrovenwurzeln-versperren-den-Eingag-zum-kanalartigen-Arm-768x432.jpg 768w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mangrovenwurzeln-versperren-den-Eingag-zum-kanalartigen-Arm-1536x863.jpg 1536w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Mangrovenwurzeln-versperren-den-Eingag-zum-kanalartigen-Arm-624x351.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-139915\" class=\"wp-caption-text\">Mangrovenwurzeln versperren den Eingang zum kanalartigen Arm<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_139916\" style=\"width: 1610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"boxersandswipers\" title=\"Tief k\u00f6nnen wir in den Mangroven-Arm paddeln\" href=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Tief-koennen-wir-in-den-Mangroven-Arm-paddeln.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-139916\" class=\"wp-image-139916 size-full\" src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Tief-koennen-wir-in-den-Mangroven-Arm-paddeln.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"899\" srcset=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Tief-koennen-wir-in-den-Mangroven-Arm-paddeln.jpg 1600w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Tief-koennen-wir-in-den-Mangroven-Arm-paddeln-300x169.jpg 300w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Tief-koennen-wir-in-den-Mangroven-Arm-paddeln-1038x583.jpg 1038w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Tief-koennen-wir-in-den-Mangroven-Arm-paddeln-768x432.jpg 768w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Tief-koennen-wir-in-den-Mangroven-Arm-paddeln-1536x863.jpg 1536w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Tief-koennen-wir-in-den-Mangroven-Arm-paddeln-624x351.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-139916\" class=\"wp-caption-text\">Tief k\u00f6nnen wir in den Mangroven-Arm paddeln<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_139914\" style=\"width: 1610px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"boxersandswipers\" title=\"Atanga ganz alleine in der gro\u00dfen Bucht von Batavu\" href=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Atanga-ganz-alleine-in-der-grossen-Bucht-von-Batavu.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-139914\" class=\"wp-image-139914 size-full\" src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Atanga-ganz-alleine-in-der-grossen-Bucht-von-Batavu.jpg\" alt=\"\" width=\"1600\" height=\"899\" srcset=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Atanga-ganz-alleine-in-der-grossen-Bucht-von-Batavu.jpg 1600w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Atanga-ganz-alleine-in-der-grossen-Bucht-von-Batavu-300x169.jpg 300w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Atanga-ganz-alleine-in-der-grossen-Bucht-von-Batavu-1038x583.jpg 1038w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Atanga-ganz-alleine-in-der-grossen-Bucht-von-Batavu-768x432.jpg 768w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Atanga-ganz-alleine-in-der-grossen-Bucht-von-Batavu-1536x863.jpg 1536w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Atanga-ganz-alleine-in-der-grossen-Bucht-von-Batavu-624x351.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-139914\" class=\"wp-caption-text\">Atanga ganz alleine in der gro\u00dfen Bucht von Batavu<\/p><\/div>\n<p>Nach drei wundersch\u00f6nen Tagen kommt erneut schlechtes Wetter. Wir beschlie\u00dfen Vanua Balavu zu verlassen. Wollen Richtung Nord-Westen zur\u00fcck. Drei Wochen ohne einen Laden haben L\u00f6cher in die Vorr\u00e4te gerissen. Bevor es in die Zivilisation zur\u00fcck geht, wollen wir aber noch in Taveuni stoppen. Eine Insel mit Touristenresorts. Sch\u00f6ne Schnorchelgr\u00fcnde und ber\u00fchmte Riffe zum Tauchen locken dorthin.<\/p>\n<p>Wir gehen am Nachmittag Anker auf. Die Strecke nach Taveuni ist mit 80 Meilen zu weit f\u00fcr einen Tagest\u00f6rn. Die Vorhersage f\u00fcr die Nacht lautet 15 Knoten aus S\u00fcd-Ost. Wir haben Kaffee-Segeln vor dem geistigen Auge.<br \/>\nUnd tats\u00e4chlich, es f\u00e4ngt gut an. Der Himmel ist zwar grau und tiefe Wolken h\u00e4ngen uns im Nacken, aber es regnet nicht. Bei der engen Passausfahrt sehen wir den Blas von einer Gruppe Wale. Kurz zeigen sich die R\u00fcckenflossen. Es ist Buckelwal-Saison in Fiji. Die beeindruckenden Tiere haben vor Wochen das kalte Wasser der Antarktis verlassen, geb\u00e4ren hier ihre K\u00e4lber, andere Paare zeugen neue. Der Pass erfordert unsere Aufmerksamkeit. Als wir durch sind, ist die Truppe leider schon verschwunden.<br \/>\nWir setzen Segel und m\u00fcssen noch ein paar Untiefen und Inseln umschiffen.<br \/>\nP\u00fcnktlich zum Sonnenuntergang sind wir im freien Gew\u00e4sser und k\u00f6nnen Kurs nehmen. Unser Windmesser ist noch immer tot, wir sch\u00e4tzen, dass die versprochenen 15 Knoten Wind stimmen k\u00f6nnen. \u00a0Die letzten Tage gab es kaum Wind, eine alte D\u00fcnung ist nicht vorhanden. Ah, tats\u00e4chlich Kaffesegeln! Aber wir sind viel zu schnell. Mit sechs ein halb Knoten preschen wir vorw\u00e4rts. Mit dem Tempo kommen wir bereits im Dunkeln in Taveuni an. Das wollen wir nicht, also reffen wir deutlich die Segel und kastrieren unseren guten Lauf. Schade eigentlich.<\/p>\n<p>Nur sechzig Minuten sp\u00e4ter sind wir dankbar, die Reffs noch im letzen Tageslicht eingebunden zu haben. Es pustet ganz ordentlich. Der scheinbare Wind kommt jetzt etwas vorlicher als halber Wind. Weitere zwei Stunden sp\u00e4ter gebe ich es auf schlafen zu wollen. Atanga bockt wie ein Wildpferd. Das ist genau das, was man sich f\u00fcr eine Nachtfahrt nach einer Pause w\u00fcnscht. Der Wind legt noch eine Schippe drauf. Das Handmessger\u00e4t mit langem Arm hinter der Sprayhood in den Wind gehalten, zeigt in der Spitze 30 Knoten. Durchschnitt 21 Knoten. Da geht sie hin unsere Kaffefahrt. Inzwischen fliegt die Gischt schon \u00fcbers Cockpit. Wir knallen ganz ordentlich in die Wellen. An Schlaf ist nicht zu denken. Abwechselnd d\u00e4mmern wir uns dem Ziel entgegen.<\/p>\n<p>Als es hell wird, k\u00f6nnen wir Taveuni schon deutlich erkennen. Nur noch um die Kurve, acht Meilen weiter liegt unser erkl\u00e4rtes Ziel. Der Wind hat die letzten zwei Stunden etwas nachgelassen, daf\u00fcr setzt jetzt Nieselregen ein.<br \/>\nPl\u00f6tzlich haben wir wieder Internetempfang und holen uns einen Wetterbericht: starke Regenf\u00e4lle und viel Wind die n\u00e4chsten Tage. Wir versammeln uns an Deck f\u00fcr die Wende, um unseren neuen Ankerplatz anzusteuern. \u201eWollen wir uns das wirklich antun\u201c? , fragt Achim mich, \u201ebei Mistwetter vor einem Hotelresort zu liegen? Tauchen gehen wir dann sowieso nicht.\u201c<br \/>\nIch bin schnell \u00fcberzeugt, dass es bessere Optionen gibt. Wir lassen die Wende sein und legen Kurs Savusavu an. Dorthin, wo wir vor drei Wochen gestartet sind. Der Ort ist nett und Regenwetter ist dort besser zu ertragen. Die f\u00fcnfunddrei\u00dfig Meilen bis dahin sind easy bei Tageslicht zu erreichen. Um 17:00 Uhr h\u00e4ngen wir wieder an unserer alten Mooring. Es pladdert wie aus Eimern \u2013 alles richtig gemacht.<\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"gef\u00e4llt mir\" data-post-id=\"139913\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">65    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"doof\" data-post-id=\"139913\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-down\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sa.,12.Aug.23, Fiji\/Vanua Balavu\/Bavatu, Tag 3360, 26.426 sm von HH Wir erkunden mit dem Kajak die gro\u00dfe Bucht von Batavu. 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