{"id":142429,"date":"2025-05-25T05:53:45","date_gmt":"2025-05-25T05:53:45","guid":{"rendered":"https:\/\/atanga.de\/?p=142429"},"modified":"2025-06-10T01:39:24","modified_gmt":"2025-06-10T01:39:24","slug":"tag-10-nach-osten-die-ankunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/atanga.de\/?p=142429","title":{"rendered":"Tag 10 nach Osten \u2013 Die Ankunft"},"content":{"rendered":"<p><em>25.Mai.25, Neukaledonien\/Noum\u00e9a, Tag 4.012, 29.095 sm von HH<\/em><\/p>\n<p>Die letzten Meilen werden m\u00fchsam. Von wegen, wir lassen uns \u00fcber Nacht gem\u00fctlich treiben. Auf einmal setzt der, seit Tagen f\u00fcr Samstagnachmittag angedrohte, kr\u00e4ftige Wind tats\u00e4chlich ein. Wir sind viel zu schnell. Wollen nicht mit f\u00fcnf Knoten die ganze Nacht auf und absegeln.<br \/>\nAls es dunkel wird, reffen wir auf Sturmbesegelung. Atanga wird ausgebremst auf unter zwei Knoten. Somit beschr\u00e4nkt sich unsere Nachtaktivit\u00e4t auf zwei Kreuzschl\u00e4ge. Prima. Nicht so prima sind B\u00f6en von bis zu 30 Knoten. Die Gischt fliegt \u00fcbers Deck. Wir nehmen noch mal richtig Salz auf.<\/p>\n<p>Als es hell wird, motoren wir durch den Pass. Die drei Freunde, Wind, Sonne und Str\u00f6mung haben sich gegen uns verschworen. 23 Knoten Wind genau auf die Nase. Tiefstehende Sonne von vorn. Und ausgehende Str\u00f6mung von zwei Knoten. Zwei Meilen holpern wir \u00fcber eine h\u00e4ssliche Buckelpiste.<\/p>\n<div id=\"attachment_142432\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"boxersandswipers\" title=\"Schlechte Sicht gegen die aufgehende Sonne\" href=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Schlechte-Sicht-gegen-die-aufgehende-Sonne.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-142432\" class=\"wp-image-142432 size-full\" src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Schlechte-Sicht-gegen-die-aufgehende-Sonne.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"533\" srcset=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Schlechte-Sicht-gegen-die-aufgehende-Sonne.jpg 800w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Schlechte-Sicht-gegen-die-aufgehende-Sonne-300x200.jpg 300w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Schlechte-Sicht-gegen-die-aufgehende-Sonne-768x512.jpg 768w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Schlechte-Sicht-gegen-die-aufgehende-Sonne-624x416.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-142432\" class=\"wp-caption-text\">Schlechte Sicht gegen die aufgehende Sonne<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_142431\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"boxersandswipers\" title=\"Kabbeliges Wasser in der Lagune\" href=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kabbeliges-Wasser-in-der-Lagune.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-142431\" class=\"wp-image-142431 size-full\" src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kabbeliges-Wasser-in-der-Lagune.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"521\" srcset=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kabbeliges-Wasser-in-der-Lagune.jpg 800w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kabbeliges-Wasser-in-der-Lagune-300x195.jpg 300w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kabbeliges-Wasser-in-der-Lagune-768x500.jpg 768w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Kabbeliges-Wasser-in-der-Lagune-624x406.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-142431\" class=\"wp-caption-text\">Kabbeliges Wasser in der Lagune<\/p><\/div>\n<p>Die Einfahrt zieht sich. 15 Meilen bis zur Marina. Der Wind Fetch ist ordentlich. In unserer Vorstellung lag eine t\u00fcrkisene, glattgezogene Lagune vor uns. Die Wahrheit sind wei\u00dfe Schaumkronen und Hacksee.<\/p>\n<p>Kurz vor Mittag erreichen Nuom\u00e9a. Den Hauptort und einzigen Einklarierungshafen Neukaledoniens. Wir rufen \u00fcber Funk die Marina. Ein netter Mitarbeiter meldet sich und spricht mit Achim auf Englisch. \u201eIhr bekommt Liegeplatz i15.\u201c Er sagt i. Achim fragt i wie \u201aecho\u2018? \u201eNo, no i wie india\u2018\u201c. <img src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/plugins\/classic-smilies\/img\/icon_mrgreen.gif\" alt=\":mrgreen:\" class=\"wp-smiley\" style=\"height: 1em; max-height: 1em;\" \/><br \/>\nOkay, Missverst\u00e4ndnis ausger\u00e4umt. Steg india soll es sein<\/p>\n<p>Kurz vor der Einfahrt meldet sich der Marinero zur\u00fcck. \u201eSorry, neuer Liegeplatz b17, bravo. Anlegen auf Steuerbordseite.\u201c Achim bereitet Fender und Leinen f\u00fcr Steuerbord vor. Wir fahren in die Marina. Der Marinero meldet sich erneut: \u201eNeuer Liegeplatz c15, auch Steuerbord.\u201c<br \/>\nUns ist es egal, wo wir festmachen. Achim f\u00e4hrt in die Boxengasse. Wir k\u00f6nnen die Nummern f\u00fcr die Liegepl\u00e4tze nicht entdecken. Da sehen wir jemanden winken. Das ist aber nicht Steg C. Doch, doch, dort wo gewunken wird, sollen wir rein. Festmachen mit Backbord. Bis auf einen Fender sind alle auf der falschen Seite. Eine Brustleine haben wir auf Backbord ebenfalls nicht vorbereitet. Der Wind von hinten treibt uns in unsere L\u00fccke. Achim entscheidet mit Backbord anzulegen. Ich bekomme die Vorleine prima zum Marinero r\u00fcber. Die legt er als Spring. Sehr gut. Bei der Achterleine tr\u00e4umt er und holt sie nicht dicht genug. Wir drohen den Katamaran neben uns zu versenken. Ich kann uns grade noch abdr\u00fccken. Puh, Gl\u00fcck gehabt.<br \/>\nDer freundliche junge Mann entschuldigt sich tausend Mal und ist einfach nur reizend. Man kann nicht b\u00f6se sein und er ist nicht der vom Funkger\u00e4t.<\/p>\n<p>Wir klaren das Schiff auf. Salz aus dem Cockpit wischen, Bimini installieren und warten auf den Mann von der Biokontrolle. Es werden ein paar Opfer-Kartoffeln, Zwiebeln und Eier konfisziert. Unsere Sonnenblumenkerne habe ich hinter dem Mehr versteckt. Das w\u00e4re gar nicht n\u00f6tig gewesen. Er wirft nur einen Blick in den K\u00fchlschrank. \u201eButter und K\u00e4se sind aus Australien?\u201c<br \/>\n\u201eOui!\u201c Ich darf alles behalten. Merci, nette Leute hier in Neukaledonien.<\/p>\n<p><strong>Fazit \u00fcber das Segeln nach Osten<\/strong><br \/>\nDie \u00dcberfahrt war \u00fcberraschend von wenigen Kreuzschl\u00e4gen begleitet. Genau sechs Mal mussten wir wenden. Alle Meilen hoch am Wind. Von 33 Knoten bis 5 war alles dabei. Eine leichte Fahrt Richtung Osten, kann man nicht anders sagen.<br \/>\nEin Unterwand hat ein gebrochenes Kardel. Zum Gl\u00fcck ist ein Ersatzdraht ist an Bord. Das erspart uns Lauferei.<br \/>\nDie Regel sagt, alles, was kaputt gehen kann, geht kaputt. Aber doch bitte nicht ein Kompass. Bei unserem Kompass am Steuerstand ist ein Haltering im Inneren gebrochen. Nicht, dass man noch h\u00e4ufig drauf schauen w\u00fcrde, Plotter und Autopilot zeigen die Kurse viel pr\u00e4ziser. Aber ein Kompass ist schon sch\u00f6n auf See.<\/p>\n<div id=\"attachment_142430\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a class=\"boxersandswipers\" title=\"Alles geht kaputt\" href=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Alles-geht-kaputt.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-142430\" class=\"wp-image-142430 size-full\" src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Alles-geht-kaputt.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"661\" srcset=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Alles-geht-kaputt.jpg 800w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Alles-geht-kaputt-300x248.jpg 300w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Alles-geht-kaputt-768x635.jpg 768w, https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/Alles-geht-kaputt-624x516.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-142430\" class=\"wp-caption-text\">Alles geht kaputt auf Langfahrt. Aber doch nicht ein Kompass. Made in Germany. Ein Cassens &amp; Plath.<br \/>Unser hat nun Schieflage. Ob man das reparieren kann?<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Tag 10: Meilen total: 883 (davon 224 unter Maschine); direkte Strecke 788, somit nur (!) 95 Meilen beim Kreuzen draufgelegt<\/em><\/strong><\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"gef\u00e4llt mir\" data-post-id=\"142429\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">70    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"doof\" data-post-id=\"142429\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-down\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>25.Mai.25, Neukaledonien\/Noum\u00e9a, Tag 4.012, 29.095 sm von HH Die letzten Meilen werden m\u00fchsam. 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