{"id":5095,"date":"2015-12-31T17:03:51","date_gmt":"2015-12-31T17:03:51","guid":{"rendered":"http:\/\/atanga.de\/?p=5095"},"modified":"2015-12-31T17:03:51","modified_gmt":"2015-12-31T17:03:51","slug":"ankern-nichts-fuer-ungeduldige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/atanga.de\/?p=5095","title":{"rendered":"Ankern, nichts f\u00fcr Ungeduldige"},"content":{"rendered":"<p><em>Mo.\/Di., 28.\/29.Dez. 15, Atlantik, Tag 576\/7, 3.765 sm von HH<\/em><\/p>\n<p>Als wir in der Ankerbucht von Mindelo ankommen, pfeift es m\u00e4chtig \u00fcber die Bucht.<br \/>\nDer normale Nord-Ost Passat pustet mit seinen 20 kn plus ordentliche Fallb\u00f6en.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen vorbei an ein paar altersschwachen Frachtern, die auf Reede liegen. Ein Frachter war bereits so klapprig, dass er vor 14 Tagen einfach umgekippt ist. Nun liegt er als unmarkiertes Wrack direkt vor dem Ankerfeld.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-5095 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a class=\"boxersandswipers\" title=\"Mindelo\" href='https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Mindelo.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Mindelo-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Mindelo\" aria-describedby=\"gallery-1-5097\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-5097'>\n\t\t\t\tMindelo\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Die Bucht ist ganz sch\u00f6n voll. Wir suchen uns einen Platz am n\u00f6rdlichem Rand zum Ankern aus. Es ist allerdings wie verhext, selbst nach drei Versuchen, h\u00e4lt der Anker nicht.<br \/>\nEin nahebeiliegender Holl\u00e4nder wird schon nerv\u00f6s, weil wir ihm, f\u00fcr seinen Geschmack, zu nahe kommen. Er fuchtelt wie wild auf seinem Vorschiff herum. Die Anweisungen, die er br\u00fcllt, gehen zum gr\u00f6\u00dften Teil und zum Gl\u00fcck\u00a0im Windget\u00f6se unter.<\/p>\n<p>Wir geben den gew\u00e4hlten Platz auf und versuchen unser Gl\u00fcck am s\u00fcdlichen Ende.<br \/>\nHier ist mehr Platz, aber der Weg an Land ist m\u00e4chtig weit.<br \/>\nErst mal egal. Nach sechs Tagen auf See wollen wir nun zur Ruhe kommen.<br \/>\nAlso ein neuer Versuch. Diesmal h\u00e4lt der Anker sofort. Ich fahre ihn kr\u00e4ftig ein, denn die B\u00f6en, die \u00fcber uns herfallen, haben es in sich.<\/p>\n<p>Unsere Nachtruhe wird von keinem Ankeralarm gest\u00f6rt.<br \/>\nAls Achim am n\u00e4chsten Morgen zur Emigration geht, um uns einzuklarieren, bleibe ich trotzdem als Ankerwache auf Atanga zur\u00fcck.<br \/>\nMichael von der La Joya ist so nett und f\u00fchrt\u00a0Achim durch die Stadt zum Geld wechseln und in einen Handy-Shop zum Internet kaufen.<br \/>\nMir bleibt nur sehns\u00fcchtig an Land zu starren.<\/p>\n<p>Von der La Joya bekommen wir den Tipp, uns n\u00e4her an die Stadt zu verholen. Dort sei der Ankergrund besser und die Wege sehr kurz.<\/p>\n<p>Also gehen wir am Nachmittag wieder Anker auf. So richtig will das aber nicht klappen. Der Anker kommt war hoch, aber an der Wasseroberfl\u00e4che ist Schluss. Mehr schafft die Ankerwinsch nicht. Was uns beim Angeln nicht gelingt, schaffen wir mit dem Anker problemlos: wir haben einen dicken Fisch an der Angel.<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-5095 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a class=\"boxersandswipers\" title=\"fremde Kette gefangen\" href='https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Kette-gefangen.jpg'><img decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/atanga.de\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/Kette-gefangen-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-5096\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-5096'>\n\t\t\t\tfremde Kette gefangen\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n<p>Es handelt sich um drei, vier Meter Ankerkette eines Frachters. Die Kettenglieder sind armdick. Diese Kette l\u00e4sst sich nur mit M\u00fche \u00fcberreden unseren Anker wieder zu verlassen.<br \/>\nMit Pik-Haken, Tampen und viel K\u00f6rpereinsatz bekommt Achim es hin, w\u00e4hrend ich aufpasse, dass wir nirgends gegen treiben.<\/p>\n<p>Endlich befreit von den mindesten 100 zus\u00e4tzlichen Kilos, fahren wir zum neuen Ankerplatz. Der Ankergrund ist hier etwas lehmig, das h\u00e4lt bombengut, aber der Anker ben\u00f6tigt drei Anl\u00e4ufe, bevor er sitzt.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich m\u00fcssen wir hier einen Heckanker ausbringen, da zum unbefangenen Schwoien nicht genug Platz vorhanden ist. Es soll eine Gasse zwischen Fishing-Club und dem Ankerfeld freigehalten werden.<\/p>\n<p>Der Heckanker wird ins Dinghi verfrachtet und Achim wirft ihn 20 Meter hinter Atanga ins Wasser.<br \/>\nEr kommt an Bord zur\u00fcck, um den Anker ordentlich auf der Klampe zu belegen.<br \/>\nBereits 10 Minuten sp\u00e4ter ist klar, der h\u00e4lt nicht. Beim erneuten \u00dcbersteigen ins Dinghi passe ich einen Augenblick nicht auf. Der Tampen vom Dinghi rutscht \u00fcber die Klampe und unser Gummiboot nimmt im ablandigen Wind schnell Fahrt auf.<br \/>\nIch biete noch an, dass ich springe (war ja meine Schuld), damit der wasserscheue Skipper nicht in die kalten Fluten springen muss. Aber kopf\u00fcber springt er dem abtr\u00fcnnigen Dinghi hinterher. Es folgt dann triefnass noch Versuch zwei und drei bis der Heckanker ebenfalls greift.<\/p>\n<p>Nun hei\u00dft es erneut, dass mindestens einer von uns an Bord bleiben sollte.<br \/>\nWir wollen mindestens 24 Stunden sicher sein, dass der Anker h\u00e4lt.<\/p>\n<p>In der Nacht bekommt er dann die Generalprobe. Boen bis 40 kn brausen \u00fcber die Bucht. Wir sind morgens keinen Zentimeter von unseren Platz entfernt, so dass wir an Tag drei nach der Ankunft endlich beide zusammen an Land gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<div class=\"pld-like-dislike-wrap pld-template-1\">\r\n    <div class=\"pld-like-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-like-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"gef\u00e4llt mir\" data-post-id=\"5095\" data-trigger-type=\"like\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-up\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-like-count-wrap pld-count-wrap\">    <\/span>\r\n<\/div><div class=\"pld-dislike-wrap  pld-common-wrap\">\r\n    <a href=\"javascript:void(0)\" class=\"pld-dislike-trigger pld-like-dislike-trigger  \" title=\"doof\" data-post-id=\"5095\" data-trigger-type=\"dislike\" data-restriction=\"cookie\" data-already-liked=\"0\">\r\n                        <i class=\"fas fa-thumbs-down\"><\/i>\r\n                <\/a>\r\n    <span class=\"pld-dislike-count-wrap pld-count-wrap\"><\/span>\r\n<\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mo.\/Di., 28.\/29.Dez. 15, Atlantik, Tag 576\/7, 3.765 sm von HH Als wir in der Ankerbucht von Mindelo ankommen, pfeift es m\u00e4chtig \u00fcber die Bucht. 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