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Wolfgang from Marigot, St. Martin
Mai 18, 2019 at 3:05 p.m.
Hallo ihr Beiden, habe gerade euren Eintrag über das gebrochene Unterwant gelesen. Auf unser Weltumsegelung sind uns 2 Unterwanten angebrochen.Jeweils direkt unter den oberen Walzterminals (Presshülsen). Wir hatten unser gesamtes Rigg schon eine Nr stärker anfertigen lassen. Wieder zu Hause habe ich die Bruchprobleme der Unterwanten mit unserem Mastenbauer besprochen. Er sagte uns, dass Pressungen auf Drähten gleichzeitig wie verschweißen anzusehen sind. D.h. , dass der Draht direkt am Ausgang der Hülse sich nicht bewegen kann und irgendwann abknickt im übertriebenen Sinne. Bei Sta- Lok Terminals kann dies nicht passieren, da der Draht sich im Sta-Lok Terminal im Ausgangsbereich bewegen kann. Deshalb haben wir vor unserer 2.Reise alles auf Sta-Lok Terminals umgestellt. Jetzt auch nach über 24000sm in 4 Jahren keine Probleme. Auf meine Frage hin das Rigg auf noch dickere Drahtstärke umzustellen riet er mir ab. Das Problem ist dann folgendes: Die Nirodrähte sollen auch als Schockabsorber (wie die Leine auf der Ankerkette die Ankerwinsch entlastet) auf die Mastbeschläge wirken. Ein zu dicker Draht gibt immer weniger nach. Dadurch werden die Mastbeschläge überdurchschnittlich stark belastet. Draht hält, aber Mastbeschlag geht irgendwann in die Brüche. Auf einer Weltumsegelung kein Vergnügen. Viel Spaß weiterhin in den Tuamotus. Wir haben damals öfter vor den Pässen auf Stillwasser gewartet. Falls in der Nähe des Passes ein Platz zum Ankern ist, legt Euch dahin und beobachtet den Pass. Dann seht ihr wann ihr wieder rauskönnt. Würde ich aber nur bei moderaten Windbedingungen machen. Hat bei uns zu relativ ruhigen Passdurchfahrten geführt.
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