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Fete mit Féfé

Wir hatten uns von den Feierlichkeiten rund um die Regatta gar nichts Großes erwartet. Und das Programmheft gibt es leider nur auf französisch, so dass wir mehr raten als wissen können, was geboten wird.

In 2 Minuten Laufnähe ist eine Bühne aufgebaut auf der gestern zwei Künstler aufgetreten sind. Die erste Dame war hörbar, aber nichts besonderes, so dass ich nur mal 15 Minuten vorbeigeschaut habe.

Aber der zweite Act war klasse:
Féfé: Ein Rapper (laut Internet) plus Band, aber so sehr gerappt hat er gar nicht, Reggae-Elemente, etwas rockig und mit viel Bühnenpräsenz.
Obwohl zwischen den einzelnen Liedern viel französisch gesprochen wurde (was auf Begeisterung stieß bei den Fans), sind wir bis zum Schluss geblieben, denn das war mal richtig nett.

Heute waren wir dafür fleißig.
Hausputz innen (ich) und außen (Achim), Betten neu beziehen, Wäsche waschen…und obwohl unser Heim nur noch sehr klein ist, zieht sich diese zu Land und zu Wasser unbeliebte Arbeit trotzdem hin.
Alles ist verwinkelt, 1000 Ecken, viel Kriecherei auf allen vieren, dann passt der Hintern wieder irgendwo nicht durch…
Aber außen ist nicht angenehmer, ebenfalls allen Vieren kriechen, ständig bleibt man mit dem Zeh an etwas hängen oder der Schlauch verklemmt sich…

Aber jetzt ist Feierabend und heute Abend wird’s auf der Bühne punkig…

 

 

…so ein Glück

 

Da ist doch unsere englische Nachbarin ein early bird und hat somit schon um 7:00 Uhr durchgeholt, dass am Morgen zwei Plätze am Nachbarsteg frei wurden, die nicht der Regatta vorbehalten sind.

Da wir an ihnen im Päckchen liegen müssen sie ja auf uns warten bis wir abgelegt haben.
Das ist unser Glück, denn die beiden sind so scharf auf einer der Plätze, dass sie uns wecken, die Situation erklären und noch bevor uns jemand zuvor kommen kann, gehören die zwei Liegeplätze uns.
Und was für Plätze! Direkt gegenüber des Steges an dem drei Stunden später die Teilnehmer eben dieser Regatta festmachen.
Es ist die Einhandsegler-Regatta Figaro, die sich in Frankreich großer Beliebtheit erfreut und entsprechend groß ist der Rummel.
Wir müssen also heute nicht gleich weiter, sondern sind mitten drin in den Feierlichkeiten mit Life-Musik, Fähnchen und Buden.
Auf dem Foto mit den ganzen Fähnchen sieht man im Hintergrund das Heck von Atanga. :-)
God safe our english neighbor!

Es lebe Europa und seine Standards…oder, womit kochen wir nächsten Monat

Es lebe Europa und seine Standards…oder, womit kochen wir nächsten Monat Jetzt wird es mal wieder technisch. Unsere erste 5KG Propangasflasche neigt sich ihrem Ende und somit ist es an der Zeit, sich über Ersatz Gedanken zu machen. Jetzt gibt es in Frankreich an jeder Tankstelle Propan und Butan zu kaufen….aber diese Flaschen haben natürlich völlig andere Dimensionen und Anschlüsse, als die Flaschen, die in Deutschland verkauft werden. Da auch hier Flaschen nicht gefüllt werden sondern im Austausch ausgegeben werden, entwickelt sich so langsam ein kleines Problem. Die Frage stellt sich also, wie bekomme ich das Gas aus den nicht passenden Flaschen in meine 5KG Behälter?

Lösung…ein Umfüllschlauch muss her, der auf der einen Seite den Deutschen Anschlüssen und auf der anderen Seite den Französischen Anschlüssen genügt. Es wird niemanden überraschen, dass so etwas hier gerade nicht vorrätig ist.

Anderer Ansatz: man nehme einen Gartenschlauch und verbinde diesen mit Schlauchschellen an beiden Flaschen (Rauchen einstellen, freies Feld suchen und beten). Dann hängt man die volle Flasche Kopfüber über die andere, öffnet die Ventile und dreht nach dem die Flasche zu max. 80% gefüllt ist die Ventile wieder zu. Mit Butan ist das bei niedrigen Außentemperaturen wohl zu machen, bei Propan sollte es schon sehr kalt sein.

Noch ein Versuch…man kauft sich eine Camping Gaz Flasche mit Ventil (natürlich mit Französischem Anschluss), benutzt einen Adapter aus dem Europa Set und schon müsste es an den Deutschen Druckminderer passen.

Nachteile: die Camping Gaz Flaschen sind deutlich teurer als die Propanflaschen und auch das Ventil gibt es gerade nicht umsonst (die Diskussion um den höheren Brennwert von Butan, der der Preisunterschied etwas relativiert erspare ich uns hier mal).

Jeder Mist wird in der EU geregelt, um dem Binnenmarkt dienlich zu sein. Hier wäre doch wirklich noch mal etwas für die Jungs und Mädchen in Brüssel, die sonst gerade keine anderen unsinnigen Ideen haben (…man möge mir diese Bemerkung verzeihen; sie sind noch ein Relikt aus meiner früheren Tätigkeit).

Unter dem Strich…ich weiß noch nicht, wie wir unsere Versorgungslücke schließen, aber irgendetwas wird mir hoffentlich einfallen. Sollte jemand einen hilfreichen Tipp haben, dann wäre ich wirklich dankbar dafür.

Regenwetter

Heute war’s nun mal richtig scheußlich und nur Dank unserer Kuchenbude hatten wir etwas Freiraum.

Zum heftigen Dauerregen war es auch noch ziemlich kalt….brrr.

Da es gestern nicht viel besser war, hatte ich damit angefangen für unsere obskuren Bettenformen neue Spann-Bettlacken zu nähen. Damit bin ich dann heute fertig geworden. :-)
Wofür schlechtes Wetter gut sein kann.

Jetzt kann sich ein Nichtsegler fragen, warum man nicht schlichte Betttücher einfach um die Matratzen rumwickelt.
Das geht nicht so recht, weil zur Spitze hin viel Material übrig ist und sich dort immer ein wüstes Knäul bildet. Herkömmliche Spannlacken passen gar nicht. Aber der entscheidendste Grund für diese Mühe ist, dass sich ja unterhalb der Kojen noch Stauraum in nicht unerheblichem Umfang befindet.
Und jedesmal wenn man da ran muss, müsste man hinterher die Matratzen neu beziehen (spätestens beim dritten Mal würgt man).

Heute Abend ist das Wetter wieder sonnig und für Morgen ist auch wieder Wind aus der richtigen Richtung vorhergesagt, so dass wir planen Morgen Mittag auszulaufen Richtung Cherbourg.

Tour de France

Gestern haben wir eine kleine Radtour auf einem original Etappenstück der Tour de France gemacht.
Aber besonders Fahrrad-Fahrer freundlich ist die Strecke nicht: Kein Radweg, keine Nebenstrecken und Steigungen hat es auch noch…
Das anschließende Picknick am Strand (vor den beschriebenen Badebuden) war der beste Teil daran ;-)
Seit gestern Abend ist vorbei mit dauerhaft gutem Wetter, abends Regen, heute Vormittag bewölkt und heute Nachmittag hat es so dermaßen geschüttet, dass wir die Kuchenbude aufbauen mussten (Zeltverdeck über dem Cockpit).
Zum Glück hatte ich die Knurrhähne schon heute Morgen besorgt… Diese gab’s eben doch wieder bei Sonnenschein – mit Ingwer und Szechuanpfeffer, asiatischem Gurkensalat und Kartoffelpüree. Live can be so simple… :-)