Archiv der Kategorie: Reparaturen/Refit

Unsere neue Ladetechnik

Unser altes Ladegerät war leider nicht in der Lgae 3 Betteriebänke gleichzeitig zu laden. Auch war die ldekurve nicht wirklich optimal und auch bei vollen Batterien sank der Ladestrom nicht unter 3-5A. Es musste also ein neues Ladegerät her, dass unsere 3 Bänke gleichzeitig lädt, alle gängigen Batterietypen bedienen kann und eine IU0U Kennlinie hat. Wir haben uns final für ein 60A Centaur von Victron entschieden.

Glücklicherweise passte das neue Ladegerät an die Stelle, wo wir zuvor das alte Ladegrät installiert hatten

Tausch der Wellendichtung und des Wellenlagers

Beide Arbeiten haben wir in Grünendeich machen lassen.

Die alte John Crane Dichtung wurde demontiert und das Stevenrohr leicht gekürzt. Verbaut wurde dann eine PSS Wellendichtung.

Teakdeck Refit

Glücklicherweise hat sich Bines Vater bereit erklärt, uns zu helfen. Den ursprünglichen Plan, d.h. nur die schadhaften Fugen neu zu machen, mussten wir allerdings schnell fallen lassen. Nachdem Gert einige Fugen von Dichtmasse befreit hatte, war klar, dass die Fugentiefe nur noch 2-3mm betrug. Also müssen nun alle Fugen von Fugenmasse befreit und anschließend auf ca. 5mm vertieft werden. Erstaunlicher- und glücklicherweise ist unser Teakdeck nach 21 Jahren noch ca. 8-11mm dick. Somit haben wir noch genügend Substanz. Was nicht so schön ist, ist dass die Werft damals alle 30cm Schrauben in die Fugen gesetzt hat. Diese Schrauben haben allerdings beim letzten Schleifen des Decks ihre Köpfe eingebüßt und müssen somit weggeflext werden. Aufgrund der Größe des Schiffs ist das eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat.

Wie nicht anders zu erwarten war, sind insbesondere die Fugen unter den Relingsfüßen nicht mehr so schön. Wie es sich gehört sind die Relingsfüße mit 3 Schrauben befestigt, deren Muttern sich wunderbar versteckt über der Deckenverkleidung im Schiff befinden. Hier kam ich ins Spiel. Ich hatte keine Ahnung, wie die Deckenverkleidung angebracht war und somit gestaltete sich das Abnehmen der äußeren Decke als recht langwierig. Um es kurz zu machen – nun ist der Entschluss gefallen, die Fugen auch unter den Klampen und Schienen zu erneuern, was bedeutet, dass die gesamte Deckenverkleidung runter muss. Meine Hoffnung ist, dass ich nicht allzu viel beim Abnehmen der Decke kaputt mache.

Teil 1 – Freilegen der Relingsfussverschraubung

Wie oben erwähnt war das nicht so leicht – insbesondere dann, wenn man so recht keine Ahnung hat, wie die Decke aufgebaut ist. Mit Ausnahme einer Stelle ist dies aber gelungen.
Um zumindest etwas Sicherheit vorzutäuschen, haben wir eine Behelfsreling “gebastelt”

Unter den Relingsfüssen und den Genuaschienen sah es genau so aus, wie man es nach 20 Jahren erwarten würde.

Teil 2 – Entfernen der alten Fugenmasse und Flexen

Mit dem richtigen Werkzeug ist das Entfernen der Fugenmasse kein Problem – auch wenn es recht langwierig ist. Da die alten Fugen nicht mehr tief genug sind wurden alle Fugen mit der Flex auf ca. 5mm vertieft.

Teil 3 – Schleifen

Die vorbereiteten Flächen wurden dann mit dem Schwingschleifer (40er Papier) vorgeschliffen. Dadurch wurden auch die Schrauben, mit denen das Deck damals fixiert wurde, freigelegt.

Teil 4 – Schrauben entfernen

Die freigelegten Schrauben wurden mit Körner umgebogen und anschließend mit der Flex weggeschliffen.

Teil 5 – Deck schleifen und Fugen abkleben

Nun ja, das mit dem Schleifen ist wohl selbsterklärend

Das Deck haben wir mit Aceton abgerieben und anschließend die Leisten abgeklebt.

Teil 6 – Verfugen und Schleifen

Fugen wurden mit Pantera verfugt und anschließend mit einer Hutmutter abgezogen, um eine vertiefte Fuge zu erhalten.

Anschließend wurde das Klebeband abgezogen und geschliffen. Man kann hier nur empfehlen das Klebeband abzuziehen, solange die Masse noch nicht fest ist.

Teil 7 – Beschläge und Genuaschienen

Die Position der Genuaschienen wurde angezeichnet und anschließend abgeklebt. Die Schienen wurden dann in Pantera eingesetzt und verschraubt.

Das Wiederanbringen der Genuaschienen gestaltete sich nicht nur einfach. Leider waren 2 Gewinde nicht mehr zu retten und somit fehlen nun 2 Schrauben… Da diese Fehlstellen ganz am Bugseitigen Ende der Schiene sind und wir den Holepunkt für die Genua nie soweit vorne fahren, haben wir im Moment noch darauf verzichtet, die Reparatur durchzuführen.

Reparieren ließe sich dies nur indem man die Decke komplett abnimmt und die einlaminierten Muttern durch eine neue ersetzt.

Grundsätzlich sollte man es sich gut überlegen, wenn man die Beschläge entfernt und dann das Deck schleift. Vertiefungen passen nicht mehr und Schrauben können ggf. nach dem Schleifen zu lang sein. Das ist zwar alles reparabel, muss aber bei der Gesamtplanung berücksichtigt werden. Da ist schnell mal ein Tag weg, nur um Dinge wieder passend zu machen.

… und hier der ganze Verlauf in Bildern:

Einbau Bugstrahlruder

Unser Schiff ist wahrlich kein Manövrierwunder und insbesondere bei Wind in engen Häfen eine Herausforderung. Atanga wird daher im Laufe des Winters ein Bugstrahlruder erhalten. Geplant ist ein 8PS Vetus Antrieb mit einem 25cm Kanal.

Als wir dann Samstag zum arbeiten kamen, fanden wir Atanga mit einem beträchtlichen Loch im Bug vor.

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Wirklich schön und sauber gemacht. Hätte ich es selbst versucht, wäre sicherlich das halbe Schiff in Harz getränkt worden.

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Eine Woche später sah es dann schon so aus. Die Jungs hatten es noch vor dem großen Kälteeinbruch geschafft, die laminierarbeiten zu beenden.

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Im Vorschiff hatte man sich viel Mühe gegeben. Um den Stauraum zu erhalten, verdeckt nun ein Kasten den neuen Motor.

Nimmt man den Kasten zur Seite, dann wird der Zugang zum Motor freigegeben. Wir sind zumindest nach Augenschein sehr mit der Arbeit zufrieden.

Kabel sind in der Zwischenzeit auch verlegt worden (immerhin 120mm² für die Stromzuführung).

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…und der Propeller befindet sich hinter Gitter.

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