Archiv der Kategorie: Teakdeck

Die Winterarbeiten haben begonnen

Holzabdeckungen im Cockpit
Unsere Holzablagen in Cockpit haben über die letzten 3 Jahre etwas gelitten und müssen neu lackiert werden. Glücklicherweise ließen sie sich leicht abbauen. Meine Befürchtung, dass diese mit irgendwelchen Klebern (Silikon, Sikomastik oder ähnlichem) angeklebt waren, hat sich nicht bewahrheitet. Jetzt liegen sie im Keller und warten darauf angeschliffen und lackiert zu werden.

Undichtigkeiten im Deck
Nach unserer großen Decks Aktion im letzten Jahr haben sich einige Stellen in den Fugen als nicht ganz dicht erwiesen. Also wieder mal Fugen rausschneiden und alles klar machen zum Kleben. Ich würde nicht darauf wetten, dass wir diesmal alle Stellen erwischen, aber mit der Zeit sollten es dann weniger werden.

Segel
Die Segel sind z.Zt. beim Segelmacher, um den Kostenvoranschlag noch einmal anzupassen, und um sicher zu gehen, dass die Maße stimmen. Geplant ist, dass wir die Segel in Hydranet anfertigen lassen. Sicherlich nicht die erste Wahl, wenn es um Performance geht, aber dafür soll das Material nahezu unverwüstlich sein. Neu angefertigt werden wohl das Groß und die große Genua.

Sprayhood
Die alte Sprayhood hat es wohl endgültig hinter sich. Bei Regen tropft es durch die Nähte und auch wirkt das Material inzwischen etwas morsch. Eine Reparatur würde das Leiden sicherlich noch um eine Saison verlängern, aber Sinn macht es wohl nicht mehr. Also auch hier muss eine neue Sprayhood her.

Maststufen
Dieses Jahr gehen wir das Thema noch einmal an. Das Schiff soll nun endlich Maststufen bekommen. Bine könnte mich im Leben nicht hochwinschen und selbst würde sie auch nicht hochgehen wollen. Hier gibt es dann wohl keine Alternative.

Herd
Der alte Herd funktioniert einfach nicht mehr richtig. Die Flammen lassen sich nicht mehr einstellen und gehen ggf. aus, wenn man die Flammen zu klein einstellt. Entsprechendes gilt auch für den Backofen. Hier hat das „permanente Crew Mitglied“ eindeutige Anforderungen, die es zu erfüllen gilt. Und außerdem hebt eine gute Küche die Stimmung an Bord. Ein neuer Herd muss also her. Unser Favorit ist ggw. ein Force 10 mit Grill.

Funk
Nach langem Zögern habe ich das alte Sailor Funkgerät ausgebaut. Es sah einfach schön aus, aber so ohne Funktion hat es an Bord nichts mehr zu suchen. Auch der Grenzwellenempfänger von Sailor wird weichen müssen. Dafür kommt dann ein ICOM 706MK2G an die Stelle und soll als Empfänger dienen. Zuhause am PC funktionierte alles schon recht gut. Empfang von Faxen vom DWD und auch von Telex. Ob wir selbst damit auch mal funken dürfen hängt davon ab, ob ich mich dazu durchringen kann, die Amateurfunklizenz anzugehen.

Kühlschrank (Frigomatic mit Kielkühler)
Unser Sorgenkind ist nicht ganz dicht….Ich hoffe im Moment darauf, dass im Dezember kompetente Hilfe kommt, um das Teil mal zu überprüfen.

Beleuchtung im Schiff
Wir haben schon angefangen, auf LED umzustellen. Es sieht allerdings so aus, als ob die LED Einsätze für die ehemaligen Halogenlampen im Salon den Funk leicht stören. Es sieht also so aus, als sollte man im dunklen funken….

Geräteträger
Die erste Anfrage für einen Geräteträger ist raus. Das Teil soll Windgenerator, Solarpanels und Funk- und GPS Antenne tragen. Das wird sicherlich eine größere Aktion und würde letztendlich auch bedeuten, dass wir im nächsten Jahr nicht mehr in die Halle passen.

geratetrager.pdf

Alles in allem wird es wohl wieder ein arbeitsreicher, bewegter und teurer Winter.

Nacharbeiten

Ein paar Kleinigkeiten, die nach unserer größeren Winteraktion jetzt aufgetreten sind, müssen erledigt werden.

1. Einige kleine Fehler bei der Verfugung müssen behoben werden. Hier gibt noch ein paar kleinere Blasen, die wir übersehen hatten und an manchen Stelle auch schlechte Verbindung zwischen Fugenmasse und Flanke.

2. Einige Propfen im Deck müssen ersetzt werden, da sie nach dem Schleifen sehr dünn geworden sind. Das war vorherzusehen und wird uns sicher die nächsten Jahre begleiten

3. Die Wasserleitung (warm im Bad) leckt etwas

4. Der Lüfter des neuen Ladegerätes läuft standig, was insbesondere in ruhigen Nächten nervt. Hier muss ich mal den Hersteller anschreiben, um zu erfahren, ob man das nicht ändern kann

5. Der neue Dieselfilter hat sich sehr gut bewährt. Nach den ersten 10 Stunden unter Motor habe ich den “Schmodder” einfach übder das Ablassventil abgesaugt (mit einer Spritze). Dadurch entfiel das normalerweise fällige Entlüften.

6. Die Reffleine für das 2 Reff könnten mal ersetzt werden

Teakdeck Refit

Glücklicherweise hat sich Bines Vater bereit erklärt, uns zu helfen. Den ursprünglichen Plan, d.h. nur die schadhaften Fugen neu zu machen, mussten wir allerdings schnell fallen lassen. Nachdem Gert einige Fugen von Dichtmasse befreit hatte, war klar, dass die Fugentiefe nur noch 2-3mm betrug. Also müssen nun alle Fugen von Fugenmasse befreit und anschließend auf ca. 5mm vertieft werden. Erstaunlicher- und glücklicherweise ist unser Teakdeck nach 21 Jahren noch ca. 8-11mm dick. Somit haben wir noch genügend Substanz. Was nicht so schön ist, ist dass die Werft damals alle 30cm Schrauben in die Fugen gesetzt hat. Diese Schrauben haben allerdings beim letzten Schleifen des Decks ihre Köpfe eingebüßt und müssen somit weggeflext werden. Aufgrund der Größe des Schiffs ist das eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat.

Wie nicht anders zu erwarten war, sind insbesondere die Fugen unter den Relingsfüßen nicht mehr so schön. Wie es sich gehört sind die Relingsfüße mit 3 Schrauben befestigt, deren Muttern sich wunderbar versteckt über der Deckenverkleidung im Schiff befinden. Hier kam ich ins Spiel. Ich hatte keine Ahnung, wie die Deckenverkleidung angebracht war und somit gestaltete sich das Abnehmen der äußeren Decke als recht langwierig. Um es kurz zu machen – nun ist der Entschluss gefallen, die Fugen auch unter den Klampen und Schienen zu erneuern, was bedeutet, dass die gesamte Deckenverkleidung runter muss. Meine Hoffnung ist, dass ich nicht allzu viel beim Abnehmen der Decke kaputt mache.

Teil 1 – Freilegen der Relingsfussverschraubung

Wie oben erwähnt war das nicht so leicht – insbesondere dann, wenn man so recht keine Ahnung hat, wie die Decke aufgebaut ist. Mit Ausnahme einer Stelle ist dies aber gelungen.
Um zumindest etwas Sicherheit vorzutäuschen, haben wir eine Behelfsreling “gebastelt”

Unter den Relingsfüssen und den Genuaschienen sah es genau so aus, wie man es nach 20 Jahren erwarten würde.

Teil 2 – Entfernen der alten Fugenmasse und Flexen

Mit dem richtigen Werkzeug ist das Entfernen der Fugenmasse kein Problem – auch wenn es recht langwierig ist. Da die alten Fugen nicht mehr tief genug sind wurden alle Fugen mit der Flex auf ca. 5mm vertieft.

Teil 3 – Schleifen

Die vorbereiteten Flächen wurden dann mit dem Schwingschleifer (40er Papier) vorgeschliffen. Dadurch wurden auch die Schrauben, mit denen das Deck damals fixiert wurde, freigelegt.

Teil 4 – Schrauben entfernen

Die freigelegten Schrauben wurden mit Körner umgebogen und anschließend mit der Flex weggeschliffen.

Teil 5 – Deck schleifen und Fugen abkleben

Nun ja, das mit dem Schleifen ist wohl selbsterklärend

Das Deck haben wir mit Aceton abgerieben und anschließend die Leisten abgeklebt.

Teil 6 – Verfugen und Schleifen

Fugen wurden mit Pantera verfugt und anschließend mit einer Hutmutter abgezogen, um eine vertiefte Fuge zu erhalten.

Anschließend wurde das Klebeband abgezogen und geschliffen. Man kann hier nur empfehlen das Klebeband abzuziehen, solange die Masse noch nicht fest ist.

Teil 7 – Beschläge und Genuaschienen

Die Position der Genuaschienen wurde angezeichnet und anschließend abgeklebt. Die Schienen wurden dann in Pantera eingesetzt und verschraubt.

Das Wiederanbringen der Genuaschienen gestaltete sich nicht nur einfach. Leider waren 2 Gewinde nicht mehr zu retten und somit fehlen nun 2 Schrauben… Da diese Fehlstellen ganz am Bugseitigen Ende der Schiene sind und wir den Holepunkt für die Genua nie soweit vorne fahren, haben wir im Moment noch darauf verzichtet, die Reparatur durchzuführen.

Reparieren ließe sich dies nur indem man die Decke komplett abnimmt und die einlaminierten Muttern durch eine neue ersetzt.

Grundsätzlich sollte man es sich gut überlegen, wenn man die Beschläge entfernt und dann das Deck schleift. Vertiefungen passen nicht mehr und Schrauben können ggf. nach dem Schleifen zu lang sein. Das ist zwar alles reparabel, muss aber bei der Gesamtplanung berücksichtigt werden. Da ist schnell mal ein Tag weg, nur um Dinge wieder passend zu machen.

… und hier der ganze Verlauf in Bildern: