Schiet-Wetter

18. Jan.23, Neuseeland/Whangarei, Tag 3154, 24.696 sm von HH

Der Tropensturm ‚Hale‘ ist weg. Den schlimmsten Wind hat die Halbinsel Coromandel abbekommen – ungefähr 200 Kilometer entfernt. Als ein nur alle zwanzig Jahre vorkommendes Ereignis wurde dieser Restzyklon bezeichnet. Entsprechend hat der Sturm Erdrutsche, überflutete Straßen und umgeknickte Bäume hinterlassen. Auf dem Yard ist zum Glück nichts Nennenswertes passiert.

Die Sturmflut hat die Rampe im Yard fast zum Überlaufen gebracht – obwohl wir etliche Kilometer flussaufwärts liegen

Die Superlative im Wetter überschlagen sich. Der letzte Winter war der regenreichste Winter seit Wetteraufzeichnung in Neuseeland. So ein feuchtes Frühjahr wie es hinter uns liegt, hat es vierzig Jahre nicht gegeben und dieser Sommer ist der schlechteste seit „Menschengedenken“.  Ebenfalls zu viel Regen und viel zu kalt. Unser Trost, der Sommer im letzten Jahr hat den Titel ‚Jahrhundertsommer‘. Und zu Recht, letztes Jahr um diese Zeit war es einfach nur traumhaft.

 

Whangarei Falls – diesen Sommer

Whangarei Falls – letzten Sommer

Es herrscht das dritte ‚La Niña‘ in Folge. Das bedeutet, dass das Meer Im Südwest-Pazifik deutlich kälter ist als in normalen Jahren. Das ist eigentlich gut für unseren Standort. Bilden sich dann doch erheblich weniger Wirbelstürme in dieser Region. Nun, letzte Woche gab es die Ausnahme von dieser Regel.  Und vor zwei Tagen hieß es noch, dass erneut ein Zyklon in unsere Richtung unterwegs sei. Das scheint sich aber zerschlagen zu haben. Puh! Braucht kein Mensch.

Wegen des schlechten Wetters hat die Arbeit am Cockpit zwei Wochen geruht. Das ist ätzend. In dem Tempo werden wir dann ja nie fertig. Aber seit drei Tagen ärgert uns nur noch ein gelegentlicher Schauer. Die Aussichten für die nächsten Tage stehen auf „Arbeit“ – Sonne von morgens bis abends ist vorhergesagt.

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3 Gedanken zu „Schiet-Wetter

  1. Akka

    Au, weia.

    Und sogar Jacinda hat das Regenwetter davongespült (was ich außerordentlich bedaure, weil ich finde, dass frau Leute von Jacindas Schlag nicht genug haben kann; irgendwie finde ich auch diesen Abschied bewunderungswürdig und nachahmenswert. Nur leider wachsen keine Jacindas nach, wohin frau auch guckt.).

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  2. Sabine

    Ja, das kommt in der Tat überraschend.
    Es hat Größe zuzugeben, dass man einer Aufgabe entwachsen ist. In den Nachrichten vor Ort sind allerdings nicht alle traurig über ihren Rücktritt. Ihre Umfragewerte waren in der letzten Zeit rückläufig.

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    1. Akka

      … ich glaube nicht ihre persönlichen im Besonderen, eher die der Partei.
      Ich denke, wenn’s Gegner gibt, ist alles richtig, nur die – allgemein/global wahrnehmbare – Gewichtung auf Wirtschaft und leider auch Nationalinteressen macht mir Sorge.
      Ich habe in NZ übrigens extrem schräge politische Meinungen erlebt, damals in den 80ern, später ging’s…

      Sagt eine alte weiße Frau. Voll versifft aus der links-grünenMitte der Gesellschaft.

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