Bestimmt kommt noch ein besseres Bild von Atanga . . . und dann von ihrer Schokoladenseite. Hier aber schon mal ein Bild vom Schiff mit Geräteträger.
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AFU – DL2EJ
Atanga schwimmt wieder
Am 20.04. wollten wir unser Schiff in Grünendeich abholen, um es dann sogleich nach Finkenwerder zu überführen. Zu unserem Erstaunen stand nicht nur der Mast, sondern es war auch schon der Baum eingehängt. Die Freude darüber legte sich allerdings gleich wieder, als wir feststellten, dass zwar der Baum eingehängt war, aber die Gleitplatten nicht eingelegt waren. Kurz gesagt bedeutete dies, dass der Bolzen wieder aus dem Lümmel raus muss, um die Gleitplatten dazwischen zu fummeln.
Die Wanten und Stagen waren handwarm angezogen. So weit so gut. Allerdings wurde beim Maststellen nicht darauf geachtet, dass sich ein Want sich hinter einer Maststütze verhakt hatte. Da die so nicht korrigiert werden konnte, war es notwendig in den Mast zu steigen.
Schade ist, dass in dem Winterlager eigentlich immer alles gut läuft und nur auf den letzten Metern dann etwas zu wenig aufmerksam gearbeitet wird.
Die Überfahrt nach Finkenwerder erfolgte dann bei strahlendem Sonnenschein – wenn auch bei nicht gerade sommerlichen Temperaturen. Auch scheint das Update unseres C120 Plotters erfolgreich verlaufen zu sein. Das Update war notwendig, um ihn AIS fähig zu machen. Ob das allerdings funktionieren wird, sehe ich erst, wenn alles angeschlossen ist. Dazu müssen allerdings noch ein paar Kabel verlegt werden und da eines davon unter der Deckenverkleidung inm Salon liegt, ist lautes Fluchen vorprogrammiert.
So wie es aussieht, ist das Schiff auch wieder dicht, was wir schön finden. Die Reparatur der Ruderdichtung scheint ein voller Erfolg gewesen zu sein. Mit den Arbeiten von Nagel Yachtservice sind wir immer sehr zufrieden. Schnell, freundlich und gut.
Dann begann der Teil, den wir nicht so mögen. Das ganze zuhause gelagerte Gerödel musste wieder aufs Schiff. Also Anhänger gemietet und Segel (2 Vorsegel, Groß und Blister), Schlauchboot, Abdeckungen, Matrazen etc. etc. nach Finkenwerder gebracht und zum Schiff gebracht. Der Rest des Wochenendes bestand dann darin, wieder alles an seinen Platz zu bringen und die Segel aufzuziehen.
Nun konnten wir auch endlich die Solaranlage testen. Zwischenzeitlich waren auf der Anzeige von 86W zu sehen (für ein 100WP Panel sollte das ganz OK sein) und nach ca. 24 Stunden hatten wir mehr als 25 Ah geladen. Sieht also gar nicht so schlecht aus und sollte zumindest schon mal für die Kaltgetränke reichen. Mal sehen, was die Woche so bringt.
AIS Installation
Heute war mal Heimarbeit angesagt. Weil Verkabelungen auf dem Schiff manchmal sehr unbequem sind, bin ich diesmal anders vorgegangen. Unseren AIS Transceiver habe ich auf einer Sperrholzplatte angebracht und die Kabel schon einmal in Stellung gebracht. So sollte der Einbau des AIS eigentlich ein Kinderspiel werden – einfach hinter der Verkleidung anschrauben und fertig!
Was natürlich auch noch dazukommt: GPS Antenne für den Transceiver, GPS Antenne für den Plotter und der Splitter für die UKW Antenne, sodass nicht auch noch eine zusätzlich Antenne für den Transceiver notwendig wird. Bei 1-1,5 dB Dämpfung sollte das keine wirklich negativen Auswirkungen auf unsere UKW Funke haben.
Über Seatalk hätte das auch einfacher gehen können, aber leider versteht unser Plotter kein STng und somit haben wir für für den bewährten NMEA0183 Zugang entschieden. Das Signal der GPS Antenne für den Plotter wird dabei an den im AIS eingebauten Multiplexer weitergegeben, der dann sowohl die Position als auch die AIS Daten an den Plotter weitergibt.
Diese Variante hat natürlich auch noch den Charme, dass man sich nicht allzusehr auf einen Hersteller fixiert.
Und möge der Wind uns viel Strom schenken
Zusammengebaut steht unser Windgenerator nun im Keller und wartet auf seine Einsatz. Ich habe das Teil Zuhause zusammengesetzt, da die Kabel am Generator sehr kurz sind und ich das Anschlusskabel noch durch den Geräteträger fiddeln muss. Dabei wollte auf Verbindungen verzichten und das Kabel in einem Stück bis zum Schalter führen. Das war so einfacher, als in 3 Meter Höhe, wenn das Teil erst auf dem Träger thront.
Zunächst muss ich aber noch eine gute Stelle für den Regler und die Lastwiderstände finden. Unsere Batterien sind nicht alle nebeneinander und somit ist die Suche nach der Stelle, von der aus alle Bänke mit kurzen Leitungen versorgt werden können, nicht so leicht. Darüber hinaus habe ich noch keine Idee, wie heiß die Widerstände bei vollen Batterien werden und abfackeln wollte ich das Schiff ja auch nicht.
Der Generator selbst versetzt mich immer wieder in Verzückung. Alles passt und fühlt sich unglaublich solide an. An keiner Stelle hat man den Eindruck irgend einen Plastikmist gekauft zu haben.
Ok, jetzt muss er aber auch noch gut funktionieren, aber davon gehe ich jetzt einfach einmal aus.



