Mi., 12.Aug.20, Pazifik, Tag 2264, 21.085 sm von HH
Wetter, Wind und Welle sind alles andere als schoen. Es regnet oder nieselt, der Himmel haengt noch immer voll grauer, tiefer Wolken. Der Wind hat weiter auf Osten zurueck gedreht, wir haben ihn nun wieder von der Steuerbordseite. Er schwankt zwischen zehn und fuenfundzwanzig Knoten. Allerdings handelt es sich nicht um Boeen, sondern um Windfelder und Wind schwache Phasen von zwanzig, fuenfundzwanzig Minuten. Das haelt uns in Trapp. Anluven, abfallen, Segel flattert, Segel steht. Der Pazifik hat es nicht so mit gleichmaessigem Wind.
Wir erinnern uns an den Atlantik, wo wir nach Stunden an den Windanzeiger geklopft haben, in Verdacht er sei kaputt, weil er bei neunzehn Knoten wie eingefroren stecken geblieben war. Innerhalb von zwei Tagen hat der Wind eine volle und eine Viertel Drehung um uns gemacht. Die Wellen sind deutlich ausgepraegt – eigentlich zu hoch fuer den Wind – und rollen von zwei Seiten hinter uns heran. Das fuehrt soweit, dass eine Welle, die sich an der Bordwand bricht mich noch am Herd stehend nass spritzt. Also bitte, sowas hatten wir ja noch gar nicht. Ankommen waere jetzt mal schoen.
Ueber Funk hoeren wir von weiteren Corana-Infizierten. Inzwischen von drei verschiedenen Inseln.
Tag 7: 120 Meilen
Rest: 115 Meilen – das wird knapp noch vor Einbruch der Dunkelheit anzukommen ![]()
Tag 7 nach Tahiti: Grau und ruppig
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