Seekarten gekauft

Heute Nachmittag habe ich Seekarten für unsere erste Etappe von Helgoland bis zu den Kanaren gekauft (an dieser Stelle ganz herzlichen Dank an HanseNautic für die tolle Beratung und Tipps über Seemannschaft im allgemeinen und Ehe-Beratungstipps im besonderen).
In Summe benötigen wir 14 Karten für die ca. 2.500 sm (4.200 km).
Dieser Einkauf war für mich schon sehr speziell. Mir ist heute mal richtig deutlich geworden, wiiie groß die Welt doch ist und was für eine gewaltige Strecke alleine die erste geplante Etappe ausmacht.
Das macht ein prickeliges, spannendes Gefühl, aber auch ein bißchen bange…
posted by sabine

Dankeschön an alle Kollegen bei Meyer’s Sohn

Liebe Kollegen,

ich möchte diese Stelle nutzen um Euch Allen für die Aufmerksamkeiten, netten Anrufe, rührenden Mails und aufmunternden Worte an meinem letzten Arbeitstag zu danken. Alle, die mir Mut für dieses Vorhaben zugesprochen haben, helfen dabei, dass ich auf dem letzten Ende nicht doch noch Angst vor der eigenen Courage bekomme.

Das, für mich gesammelte, Geld haben wir in eine EPIRB investiert. Hierbei handelt es sich um eine Notfunkbake (engl. Emergency Position-Indicating Radio Beacon). Das ist ein kleiner Funksender, mit dessen Hilfe Satelliten oder Search and Rescue Einsatzkräfte rettungsbedürftige Schiffe oder Personen orten können. Wollen wir hoffen, dieses kleine Ding nie nutzen zu müssen….

Herzlichen Dank an Euch. Anbei noch ein Bild mit meinem, liebevoll von den Buchhaltungskollegen geschmückten! Arbeitsplatz.

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Wir schwimmen wieder

Endlich ist es soweit. Unser Schiff liegt wieder sicher in Finkenwerder. Leider ist das zu Wasser lassen in diesem Jahr nichht ganz so gelaufen, wie wir es geplant hatten, aber dazu später mehr.

2014-05-02-16.13.00

Der Platz für unseren ehemaligen Hauptanker ist auch gefunden. Fein gebettet auf Teakbrettern wird er nun in der Aussparung sitzen, die einst für die Rettungsinsel gedacht war. Die Bretter müssen nur noch fest verbolzt und der der Spanner für den Ankerstock angeschraubt werden.

Arbeit nach der Arbeit

Manche Dinge im Leben gehen fix: Am Donnerstag war mein letzter Arbeitstag bei FMS und heute bin ich bereits aus allen Verzeichnissen geloescht. :-( Das jeder Mensch zu ersetzen ist, das war mir klar….aber muss es denn so schnell sein??!!? Nun, aber auch ich habe Arbeit nach der Arbeit: Da haben wir nun im Vorwege soviel geplant, was eingelagert werden soll und dass ein 1,20 x 1,01 großer Raum dafuer ausreichen muesste. Nur eins wurde dabei nicht beruecksichtigt, dass ein 1,18 cm breiter Schrank zwar in einen 1,20 breiten Raum rein passt, aber nur dann, wenn diese breite Seite nicht der nur 97 cm breiten Tuer gegenueberliegt. Somit hiess es heute Morgen, noch schnell eine weitere eBay Auktion fuer unser schoenes Schraenkchen zu starten. Dabei dachte ich, dass ich nach ca. 200 Auktionen in den letzten 12 Monaten nun endlich damit fertig sein wuerde. Eine Raum-Nr. groesser wollten wir dafuer nicht mieten, da sich dies auf etwa 10,00 EUR mehr monatlich belaufen wuerde.

Finale

Fast alle Arbeiten, die vor dem zu Wasser lassen gemacht werden sollten, sind fertig, oder zumindest soweit geplant, dass sie noch vor unserer Abfahrt fertig werden.

Die alte Reckmann Rollanlage am Vorstag wird gegen eine Furlex 300s ausgetauscht. Der Rigger hat uns dringend empfohlen, das alte Teil in Rente zu schicken. Zur Furlex kamen wir aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses und der weltweiten Vertretung. Unglücklich war dabei nur, dass das Vorliek unserer neuen Genoa nun von 3 auf 6-7mm gebracht werden musste, um in den neuen Profilen zu halten.

Die großen Spanner an den Wanten werden gegen neue Spanner mit Bronzeeinlage ersetzt. Die Gewinde hatten über die Jahre ein wenig gelitten und Edelstahl auf Edelstahl ist auch nicht wirklich optimal.

Die alten Isolatoren am Achterstag sollten getauscht werden. In der alten Konfiguration sitzt der obere Isolator sehr nahe am Mast. Das wird jetzt geändert und somit ist auch ein neuer 10er Draht fällig (…+2 Isolatoren). Da die Isolatoren zur Zeit nicht lieferbar sind, wird das ein knappes Höschen und wir werden das Achterstag wohl am Steg wechseln müssen.

Die Kielreparatur ist weitestgehend abgeschlossen und das Ergebnis, was die Leute vom Altländer yachtzentrum soweit abgeliefert haben, kann sich sehen lassen. Ich fühl mich immer richtig schlecht, wenn ich sehe, wie gut Leute mit Spachtel und Schleifpapier umgehen können.

Der neue Rocna Anker hängt immer noch etwas fehlplatziert am Schiff. Ich bin sehr gespannt, wie das Problemchen in der nächsten Woche gelöst wird.

Unser Ersatzanker (der alte Hauptanker) wird seinen Platz in der Aussparung am Heck, in der früher mal die Rettungsinsel saß) untergebracht. Die Bretter sind fertig – muss nur noch eine Halterung ran und das Ganze mit dem Schiff verbolzt werden.

Der alte Anker wird auch noch einmal abgeschmirgelt und gestrichen, damit er nicht als Schandfleck unser Heck verunstaltet.

Das Segelkleid muss noch repariert werden. Hier sind einige Ösen, die die Leinen für die Lazy Jacks aufnehmen ausgerissen.

…und zu aller Letzt muss das Schiff noch gewachst werden.