Archiv der Kategorie: Spanien

Achim allein zu Haus…Tag ?

Die Tage laufen so dahin, obwohl ich eigentlich immer irgendwas mache. Nun, die Bemühungen, den Empfang der KW Anlage zu verbessern, sind alle gescheitert. Positiv verbleibt auf meiner Liste somit, dass ich unsere Gasflaschen hab füllen können. Rein ins Taxi, raus aus der Stadt zu so einer Gasstation. Ich brauchte gar nichts sagen.Der Typ hatte sofort den richtigen Adapter und 10 Minuten später war ich wieder auf dem Rückweg. So einfach kann es gehen…. Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschieden, dem Produzenten der schlechtesten Ravioli der Welt noch eine Chance zu geben. Bin mal gespannt, ob ich das bereuen werde. Ansonsten ist es nach wie vor sehr windig und für meine Verhältnisse zu kalt. Im Schiff geht das Thermometer nicht über 21 Grad. Das ist echt ne fies kalte Ecke hier.

Achim allein zu Haus … Tag4

Heut gibt es eigentlich gar nichts zu berichten. Der Einkauf ging reibungslos und meine kleine Fahrradtour war nicht so spektakulär. Da ich meine Liste schon abgearbeitet habe, muss ich mir jetzt was überlegen. ….der WLan Router muss an das 12V Bordnetz angeschlossen werden ….ein guter Platz für das Teil muss auch gefunden werden ….Edelstahl polieren ….Angelausrüstung aufstocken ….Gasflaschen auffüllen ….ausgiebige Siestas Mir wird schon noch was einfallen

Achim allein zu Haus…Tag 3

Ein Tag ohne besondere Vorkommnisse. Das Einfädeln des neuen Falls (das ist das Tüddelband, mit dem man die Segel hochzieht) für die Genua (das ist das große vordere Segel) lief ohne besondere Schwierigkeiten und somit (unter der Annahme, dass meine gespleißten Augen halten) sollte unser laufendes Gut wieder OK für die weiteren Fahrten sein.

In Anbetracht des sich an Bord befindlichen aber abnehmenden Nahrungsangebotes wollte ich heute Einkaufen gehen. Flugs wurde der Einkaufszettel mit den wichtigsten Dingen erstellt und für meinen Weg in die Stadt bereit gelegt.

Einkauf

Mein erster Weg führte mich zum Tabakladen und….cerrada, lukket, closed, geschlossen.

Zu dem Zeitpunkt habe ich allerdings noch nicht so viel dabei gedacht und habe meine Rauchwaren aus dem Automaten gezogen. Als ich dann allerdings vor dem verschlossenen Gadis (Supermarkt) stand, da war Schluss mit lustig. Warum war mir aber auch nicht bewusst, dass heute Maria Himmelfahrt ist und das dies ein dem Sonntag gleichgestellter Feiertag ist.

Wieder auf dem Schiff denke ich nun über das Abendessen nach. Ravioli scheiden aus bekannten Gründen aus….aber halt….in den Tiefen des Schiffs lagern noch 17 Dosen mit Bockwürstchen. Na, ich werd mal sehen, ob ich das riskieren werde, mich daran zu vergreifen.

Morgen werde ich es dann noch mal versuchen…vormittags….also vor 14:00

Achim allein zu Haus…Tag 2

Der Tag begann anders, als ich mir gedacht hatte. Keine Mücke hatte meinen Schlaf gestört und man fragt sich, ob es einen Zusammenhang zwischen Bines Abwesenheit und dem Ausbleiben von nächtlichen Angriffen durch dies Blutsauger gibt. Wie auch immer…um 8:45 schlug ich die Augen auf, was genau genommen 2 Stunden nach meiner normalen Zeit war. Der Himmel war grau und es war kalt. Die Szenerie erinnerte so ein wenig an unseren Dänemark Urlaub im Herbst.

Zu allem Überfluss hatte auch noch der kleine Laden im Hafen, bei dem wir unser morgendliches Brot kaufen, geschlossen. Somit gab es zu Frühstück leckeres und nahrhaftes Knäckebrot.

Zum Nachmittag besserte sich aber das Wetter und ich hab mit Nachbars Unterstützung erstmal das Fockfall abgeschlagen und an Deck verbracht. Die nächsten Stunden habe ich dann damit verbnracht, ein neues Auge einzuspleißen. Ich dachte eigentlich, das ich wüsste wie das geht, aber dieses Tauwerk hielt wieder eine Überraschung parat. Zwei geflochtene Mäntel umhüllten den Kern. Irgendwie hab ich es dann hinbekommen und denke, dass es wohl halten wird. Zumindest ist die Scheuerstelle nun entfernt.

Auge

Da ich noch voller Tatendrang war und das Wetter warm und sonnig, zwängte ich mich in den neuen Neopren Anzug und stieg in die eisigen Fluten des Nordatlantik. War schon kalt an den Füßen, aber der Anzug sitz so eng, dass wirklich kein Wasser eindringt. Eine gute Stunde wurde dann der Wasserpass geschrubbt, um dieses eklige und sehr fest sitzende Grünzeug abzubekommen.

Gummihaut  Wasserpass

Somit sind die ersten Punkte von meiner Liste abgehakt.

Der Tiefpunkt des heutigen Tages bestand aber eindeutig in der Dose Ravioli aus Frankreich. Ich mag Ravioli und bin, was Dosenfutter angeht, hart im nehmen, aber das waren die schlechtesten Ravioli, die ich je gegessen habe. Mal sehen, wie lange das Trauma anhält und ich mich wieder an so was ran wage.

Ravioli

…die Crew Liste wurde auch aktualisiert…..

Achim allein zu Haus…. Tag 1

Jetzt ist Bine schon einige Stunden unterwegs und so wie es aussieht, bin ich bislang weder verhungert noch habe ich das Schiff ins Chaos gestürzt. Naja…wenn man mal von dem noch nicht abgewaschenen Geschirr vom Mittagessen (Bratnudeln mit Ei) absieht.

Auch wird die Facebook Gemeinde die nächsten Tage auf den Daily Outlook verzichten müssen, da ich zu dem Account keinen Zugang habe. Ich werde also versuchen, den Daily Outlook hier auf der Atanga Seite am Leben zu halten.

Outlook.jpg

Darüber hinaus habe ich auch kleines Programm, das ich gerne abgearbeitet sehen würde, solange Bine auf Hamburg Tour ist.

Unsere Backbordseite entwickelt sich so langsam zu einer grünen Oase. Am Wasserpass sprießen die Algen wie nichts Gutes und somit muss ich wohl oder übel baden gehen, um den Bewuchs abzubürsten. Da ich bekanntermaßen extrem wasserscheu bin und bei Wassertemperaturen unter 28° niemals ohne entsprechenden Schutzanzug ins Nass springen würde, hat Bine mir allerdings einen neuen 7mm Neopren Anzug bewilligt. Somit sollte zumindest ein Erstarren meinerseits im kalten Hafenwasser vermieden werden können.

WP2.jpg

Das Fockfall muss gekürzt werden, um eine Scheuerstelle zu entfernen. Das alleine ist nicht so schlimm. Was allerdings aufgrund mangelnder Erfahrung noch recht langsam von der Hand geht, ist das Spleißen des geflochtenen Tauwerks mit Kern.

Das Fall der Genua muss auch noch getauscht werden. Hier habe ich allerdings Glück, da ich das Auge schon gespleißt habe.

Problematischer ist, dass ich mir noch jemanden im Hafen suchen muss, der mich sichert, wenn ich den Mast hoch klettere. Ich musste versprechen, das nicht ohne Fremdsicherung zu machen….

So, das sollte es für heute sein, weil die Siesta noch nachgeholt werden muss und ich auch noch keine Seite gelesen habe.