Kategoriearchiv: Australien

Off Road in eine Traumlandschaft – und ein Loch im Reifen

27.-29.06.24, Australien/WA/Purnululu, Tag 210-212 Roadtrip, 15.669 km total, Tages km 310 + 96 + 315

Nach unserem wilden Ausritt auf der Gibb bleiben wir sechs Tage in Kununurra. Wäsche waschen und das Auto von seiner dicken Staubschicht befreien. Obwohl wir bei Staubwolken die Lüftung schließen, ist alles rot gepudert.
Wir erwischen den perfekten Campingplatz. Das Auto kann stehen bleiben, alle Geschäfte sind zu Fuß zu erreichen. Die Camp-Küche hat einen Fernseher – eine willkommene Abwechslung.

Camp-Küche in Kununurra

Staub in jeder Ritze

Der Purnululu Nationalpark im Süden lockt. Leider liegt der nicht auf dem direkten Weg, sondern erfordert eine Schleife Richtung Süden von über zweihundert fünfzig Kilometern pro Strecke. Plus sechzig Kilometer Off Road Piste. Die seien „direkt aus der Hölle“, wie unser Campingnachbar berichtet.

Wir versuchen es trotzdem und unser Nachbar soll Recht behalten. :mrgreen:
Die Kilometer bis zur Schotterpiste spulen wir durch eine hübsche Hügellandschaft ab. Aber dann, bereits nach elf Kilometern landen wir vor einem relativ breitem Fluss. Mit uns steht ein Paar aus der Schweiz am Ufer. Gemeinsam begutachten wir die Lage. Grade rechtzeitig kommt ein Wagen von vorne. Der ist fix unterwegs und schiebt eine Welle vor sich her. Es sieht nicht ganz ungefährlich aus. Die Schweizer ziehen sofort den Schwanz ein: „Wir drehen um!“ Sie lassen zwei vorgebuchte Nächte und die Park-Eintrittsgebühr verfallen. „Das ist nichts für uns.“ Wir blicken nur noch in ihre Staubwolke.

Beratung – die Schweizer drehen um.

Achim schickt mich in den Fluss zum Tiefe messen. Die überall stehenden „be crockwise  – achte auf Krokodile“  Schilder fallen mir ein. „Hier gibt es keine“, ruft Achim mir hinterher und gackert. Todesmutig wate ich voran.
Der Wassertiefen-Check fällt positiv aus. Nirgends ist es tiefer als bis zum Knie. Ich winke, dass Achim kommen kann. Langsam wackeln sich Fahrer und Auto über die dicken Steine im Flussbett.

Die Kleinen werden vorgeschickt.

River Crossing

Es folgen noch zwei Dutzend harmlose Bäche. Die Strecke ist aber insgesamt in einem schlechten Zustand. Waschbrett-Abschnitte vom Übelsten lassen alles im Auto schlackern. Plötzlich rappelt meine Tür ganz komisch. Das Türschloss hat sich lose gewackelt. Der Bordmechaniker hat den richtigen Schlüssel griffbereit. Wir rumpeln weiter. Die übliche Art, einfach mit 70 km/h über die Wellblechwellen zu donnert, funktioniert hier nicht. Die Strecke ist kurvig, tiefe Schlaglöcher und große Steine lauern auf Achsen. Bodenwellen und Kuppeln deren andere Seite man nicht überblicken kann, erschweren die Strecke.
Wir brauchen zwei Stunden für sechzig Kilometer. Dass es auf dem Rückweg noch interessanter werden sollte, ahnen wir jetzt noch nicht.

Diese Waschbrettwellen machen einen wahnsinnig – die richtige Geschwindigkeit kann auf der kurvigen Strecke nicht gefahren werden.

Schwierige Wegstrecke

Die Stellplätze auf dem Campingplatz sind großzügig und nur halb belegt. Ein Trittbrett vom Bundy hat sich losgejackelt und ein Glas, im Kaffeebecher und mit Zewa gesichert, ist kaputt gebrochen. Ein himmlischer Sonnenuntergang im Outback entschädigt für die Anreise.

Abend-Idylle

 

Am nächsten Morgen müssen wir zu den Attraktionen noch weitere zwanzig Kilometer fahren. Diese Strecke ist die beste im gesamten Nationalpark.

Blick auf die Hochebene vom Purnululu NP und auf den Campingplatz

Der nördliche Teil von Purnululu

Es warten zwei außerordentliche Schluchtenwanderungen auf uns. Schmale Gänge führen tief ins Gebirge. Zwischen die fünfzig Meter hohen Felswände schafft es kaum ein Sonnenstrahl. Trotzdem gelingt es ein paar Livistona Palmen hier zu überleben. Sie recken sich an langen Stämmen der Sonne entgegen.
Mystisch, verwunschen. Wunderbar!

Die Schlucht wird schmaler

Der Kontrast zwischen rotem Fels und grünen Palmen ist umwerfend.

Am Eingang der Schlucht liegen große Felsbrocken. Flusskiesel wurden von Sediment begraben und durch viel Druck zusammengebacken. Die Oberflächen sehen wie Krötenhaut aus.

Zu gut gefrühstückt? Immer wieder muss man sich zwischen den Krötenfelsen durchquetschen.

Immer tiefer kann man in die Schlucht vordringen.

Echidna Chasm

 

Nach zwei Nächten wechseln wir den Campingplatz, um zum anderen Ende von Purnululu zu gelangen. Der Gebirgszug verändert komplett sein Gesicht. Die erodierten Felsen sehen nun wie gestreifte Bienenkörbe aus. Abwechselnd sorgen Eisenoxid und eine Blaualge für die klar abgegrenzten Farbschichten.

340 Millionen Jahre alt – Purnululu – der südliche Teil.

Einmalig schön (die Felsen)

In ausgetrockneten Flussbetten kann man zwischen den Bienenkörben umherwandern.

Auch hier haben sich enge Schluchten zwischen den Domen gebildet. Tief kann man zwischen Felsspalten ins Gebirge vordringen.
Purnululu ist Unesco Naturerbe. Eine gerechtfertigte Auszeichnung, finden wir.

Wie glühende Holzkohle scheinen die Kuppeln von innen zu leuchten

Auf dem Campingplatz dann erneut ein Schrecken: der Bundy steht schon wieder schief. Hinten rechts ist der Reifen ziemlich platt. Der hatte schon mal ein Loch, was mit lebenslanger Garantie geflickt wurde.
Achim misst noch 20 psi, statt gewünschter 35 psi (pounds per square inch :roll: ). Mit dem Kompressor pumpt er den Reifen wieder auf. Wir warten, was über Nacht passiert.

Der Verlust über Nacht hält sich in Grenzen – ungefähr 1,5 psi pro Stunde  Achim pumpt nach. Wir entscheiden, dass wir damit erstmal fahren können. Allerdings fühlt  sich die Holperstrecke mit Loch im Reifen doppelt  schwierig an. Bei jedem unter dem Reifen weg springenden Stein halten wir die Luft an. Wenn es besonders doll rappelt, leiden wir mit.
Zweimal pumpen wir unterwegs nach und erreichen problemlos Kununurra. Der Reifendienst vor Ort rettet uns für 45 Dollar (28 Euro) aus der Patsche. Hinten rechts hat jetzt zwei Flicken.

 

Off Road Talk

Ich frage Achim als wir gerade besonders heftig durchgeschüttelt werden, ob er eigentlich Spaß hat am ‚off roaden‘.
„Es ist schon anstrengend. Und ich muss mich ganz schön konzentrieren.“
„Das war nicht die Frage.“
Ich bekomme einen Seitenblick mit einem schiefen Grinsen. „Doch, doch es ist alles prima.“

Okay, der Fahrer hat also Spaß. Viel Spaß.
So viel, dass ich bisher noch keinen einzigen Kilometer fahren musste (fahren brauchte; fahren durfte :mrgreen: ).

Die Beifahrerin hat auch Spaß. Wie ein Eiswürfel in einem Cocktail-Shaker durchgeschüttelt zu werden, ist nicht wirklich angenehm. Aber die Fahren sind spannend. Adrenalin und Endorphin sind kräftig mit dabei, wie mir scheint.
Achim fährt zu neunzig Prozent so, wie ich fahren würde. Er bremst, wenn ich bremsen würde. So dass ich nicht das Bodenbrett auf meiner Seite durchtreten muss. Selten brülle ich ein ‚Achtung‘ oder ein Ahhhhhhh wie in der Achterbahn.
Nur manchmal drückt meine Hand den Oberschenkel weich.

Off Road unterwegs zu sein, ist für die Australier ein Hobby wie Angeln oder Joggen. Ein cooles Hobby. Die Aussies haben es drauf. Denn wer fährt, braucht nicht den Staub entfernen. Alte Off Road Regel.

59
2

Tierische Begegnungen (Stopp 5 und 6 – Gibb River Road)

16.-20.06.24, Australien/WA/Home Valley, Tag 198-203 Roadtrip, 14.825 km total, Tages km 195+112

Tag 8-9

Der Straßenzustand wird holpriger, je weiter wir nach Osten kommen. Die Bodenwellen schütteln uns kräftig durch. Achim versucht, die richtige Geschwindigkeit zu treffen. Das gelingt nicht immer. Zusätzlich liegt grober Schotter auf der Fahrbahn. Ein Reifen-Killer!
Auch die Flussquerungen werden länger.  Und tiefer. Toyota sagt, bis maximal 70 cm sei eine Durchfahrt mit unserem Prado möglich. Dabei gilt es unbedingt eine Welle zu vermeiden, die über die Motorhaube schwappt. Ohne Schnorchel für die Luft-Ansaugung beschert das den sofortigen Tod für den Motor. Auf ‚youtube‘ gibt es aussagekräftige Videos, wie man seinen Motor so umbringen kann. Bei schrägen Durchfahrten macht es sogar einen Unterschied, ob man mit oder gegen die Strömung fährt. Also, schön langsam durch, mit Schaltung im Kriechgang.

Die Flussquerungen werden länger und rauer – im Flussbett liegen fette Steine. Gezogene Wohnwagen wackeln wie ein Hundeschwanz.

Neben der Fahrbahn die Markierung für den Wasserstand. Eindeutig zu tief mit 80 cm, aber in der Mitte sind es nur 60 cm. Alles klappt reibungslos.

Die Straßen werden nach Osten deutlich schlechter.

Die Kimberley Region ist so groß wie Deutschland und Österreich zusammen. Grade 15.000 Menschen leben hier. Fast zur Hälfte sind es Aborigines. Das Gebiet ist allerdings keine Natur belassene Wildnis, sondern im Grunde eine riesige Rinderweide. Da Kühe Baumschösslinge kaum verbeißen, gaukelt lichter Buschbewuchs etwas anderes vor. Nur die Nationalparks werden mit Zäunen vor den Rindviechern geschützt.

Die Landschaft sieht unberührt aus. Aber tausende Rinder wieiden hinter Zäunen.

Die armen Rindviecher, die es auf die falsche Seite der durchgehenden Zäune schaffen, verdursten oder werden tot gefahren. Verdörrte Kadaver liegen am Straßenrand.

Wir stoppen erneut auf einer dieser Farmen – in Ellenbrae. Längst hat man entdeckt, dass mit Touristen leichter Geld als mit Rindern zu verdienen ist. Das Homestaed (das ist der Wohnort der Farm betreibenden Familie) bietet ein gemütliches Garten-Café und dank ‚Starlink‘, das erste Internet seit einer Woche. Aber nur, wenn man sich in einer Hütte einmietet. Der abseits liegende Campingplatz hat diesen Luxus nicht.

Wir verbringen unsere zwei kältesten Nächte im Zelt. Haarscharf reicht die Decken- und Schlafsack-Auswahl aus. Geschätzte fünf Grad. Noch weniger bitte nicht. Die schnell einfallende  Kälte macht unsere Abende etwas unerquicklich. Bereits um 17:30 Uhr ist es dunkel. In Doppel-Fluschi, mit Schal und Socken kochen wir uns ein Abendessen. Ein schneller Abwasch und ab 19:30 Uhr ins kuschelige Zelt. Noch bei einem Plausch draußen sitzen, liegt nicht drin. Wir denken über Glühwein nach. Leider mangelt es an ‚Schuss‘ und Orangen.
Andere Crews sitzen um ihre Fire-Pits herum. Wir haben keinen Platz im Auto für Feuerholz und um den Campingplatz herum ist alles weg gesammelt (in Nationalparks ist dies verboten).

Der Ellenbrae fließt gemächlich durch sein steiniges Bett.

Grevillea – Australische Silbereiche – Die Blüte geht gerade auf, noch liegen die Stängel mit den Stempeln in Schlaufen an der Knospe. Wunderschöne Blüten.

Buschdusche in Ellenbrae. Heißes Wasser wird entweder durch Solar (frühe Duschen ist in diesem Fall ein Quell der Freude) oder durch eine Gastherme erzeugt.

Beim Einpacken am letzten Morgen versucht ein blinder Passagier sich im Beutel vom Klapptisch Zugang ins Auto zu verschaffen. So blind ist der Kumpel nicht. Acht Augen hat er und acht Beine. Körpergröße sicher 4 cm und laaaange Beine. Pfui Spinne. ‚Huntsman Spider“ sind bekannt dafür, dass sie notorisch gerne in Autos klettern. Es gibt schlimme Geschichten über große Exemplare, die plötzlich hinter der Sonnenblende hervor kriechen. :mrgreen:

Huntsman – gerne wäre er mitgefahren.

Wir (also Achim) setzten den Huntsman (nicht sehr giftig) an einem Baum aus. Dort lebt er normaler Weise. Die Spinnen wohnen unter der Borke und warten dort auf unvorsichtige Opfer.
Das ermahnt mich, dass wir in der letzten Zeit etwas nachlässig mit der einzigen Schwachstelle unseres Zeltes umgegangen sind. Über die Scharniere  des Klapp-Mechanismus kann man Stofflappen ziehen, um eine Lücke nach Innen zu verschließen. Wird hier unordentlich gearbeitet, kann man von innen Licht durch das Loch scheinen sehen. Das Grauen-Loch nenne ich es.

Schwachstelle – wo der Kümmerer der Abdeckung ganz leicht seine Hand rein stecken kann, wird der Huntsman, der unter Baumrinde wohnt, ganz easy seinen dicken Körper quetschen können. Ich stopfe von innen immer Socken rein. Sicher ist besser. :lol:

Tag 10-12

Unser letzter Stopp  befindet sich ebenfalls auf einer Farm. Die Home Valley Station ist die fünft größte Rinderfarm Australiens.
Wunderschön gelegen direkt neben einer Gebirgskette, die prächtig vor uns liegt.

Die Aussichten sind phantastisch.

Am frühen Vormittag dann Aufregung im Camp. Ein Mitarbeiter vom Camp kommt auf uns zu: „Vorsicht Schlange!“ Wir springen auf.  Nur fünf Meter von uns entfernt, schlängelt sich eine schwarze, sehr dünne Schlange über die Betonfläche eines Sitzbereiches. Alle laufen zusammen. Eltern gebieten einen hohen Sicherheitsabstand für ihre Kinder. Ungerührt von der Aufmerksamkeit kriecht die Schlange weiter. Aber irgendjemand hat im Camp Bescheid gesagt. Zwei Fänger rücken an und zögern nicht lange. Ein beherzter Griff mit der Zange und schon verschwindet das Reptil in einem Beutel. „Es ist eine Black Whipsnake – eine schwarze Peitschennatter“, erfahren wir. Nur für Kinder richtig gefährlich. Das ausgewachsene Tier wird außerhalb vom Camp wieder in die Freiheit entlassen.

Eine schwarze Peitschennatter streunt durch das Camp.

Das Einfangen gefällt der Dame gar nicht.

Nach drei Tagen im Home Valley beschließen wir das Erlebnis  ‚Gibb River Road‘ zu beenden. Unsere frischen Vorräte sind fast aufgebraucht. Wir sind bei Hülsenfrüchten angekommen: Chili mit Chorizo, Mais und Kidney-Bohnen (Hochzeitstag-Essen – naja). Kartoffeleintopf mit Süßkartoffeln und roten Linsen. Thunfischsalat mit braunen Linsen. Alle Eier sind verbraucht und statt Brot muss es nun Wraps zum Frühstück geben.

„Ein Leben prägendes Abenteuer “, so wird die Tour beschrieben. Und es war in der Tat spannend und abwechslungsreich. Genau das richtige für uns Sonntags-Teufelskerle.
Aber ein wenig scheint die Gibb von den Legenden vergangener Zeiten zu leben. Damals, als nur eine Handvoll verwegener Draufgänger sich getraut haben 700 Kilometer auf Schotterpiste ohne Infrastruktur zu fahren. Damals, als auf der Gibb noch die Rindviecher getrieben wurden. Das ist seit den 50er Jahren vorbei. Heute werden sie auf Lkw verladen und mit drei Anhängern zum Schlachthaus oder in Häfen zum Lebendtransport nach Asien gekarrt.
Heute gibt es organisierte Touren. In 4×4 Bussen werden zahlungskräftige Kunden durch die Kimberley gefahren. In dauerhaft errichteten Zelten werden sie aus Feldküchen beköstigt und ihnen wird jede Verantwortung abgenommen: „Achtung an alle! Wasser, Sonnenhut und Sonnencreme nicht vergessen. Wir laufen jetzt zum Fluss.“

Zeltstadt für betreutes Camping. Sehr teure Vierrad-Touren im Bus kann man buchen.

Betreutes Camping. Die Gibb River Road für Jedermann. Bald wird es Hotels und überall Internet geben. Die Strecke wird komplett asphaltiert werden. Australien wird sich eine neue, „echte“ Abenteuerstrecke suchen müssen. Eine Strecke, die sich nur eine Handvoll verwegener Draufgänger trauen.

Die längste Flussdurchquerung am Ende der Gibb River Road. Der Pentecost ist während der Regenzeit nicht passierbar. Gerne steht das Wasser dann gerne auch drei Meter hoch.

Und dann ist es doch ein Abenteuer. ;-)

 

61

Reifenplatzer (Stopp 4 – Gibb River Road)

13.-15.06.24,  Australien/WA/Manning, Tag 195-197 Roadtrip, 14.440 km total, Tages km 115

Tag 5-7

Wir fahren nur eine Etappe von gut hundert Kilometern. Unser Ziel ist das Manning Roadhouse auf halber Strecke der Gibb. Die Preise für Diesel (2.96 $ ungefähr 1,80 Euro) sind schwindelig hoch – über einen Dollar mehr als der niedrigste Preis für den wir bisher getankt haben. Auch der kleine Shop verlangt das Doppelte für Milch und Konserven.

Staubiges Roadhouse auf der Hälfte der Gibb.

Hier können wir erstmals unseren gesammelten Müll los werden. Im Outback herrschen klare Ansagen.

Wir buchen uns für zwei Nächte auf dem sieben Kilometer entfernten Campingplatz ein. Beim rückwärts fahren, passiert der Super-Gau. Peng! Es gibt einen lauten Knall, der noch fünfzig Meter weiter die Camper von den Stühlen reißt. Wir gucken uns im leicht schief stehenden Wagen entgeistert an. Die Gibb River Road ist ein Reifenfresser. Das liest man überall. Es wird sogar geraten, dass man zwei Reservereifen mitführen sollte.
Allerdings fahren echte Cowboys ihren Reifen auf den Schotterpisten platt. Doch nicht auf dem Campingplatz! An einem stehen gebliebenen Baumstumpen! :mrgreen:

Hinten links klafft seitlich ein großes Loch im Mantel. Ein irreparabler Schaden, soviel ist klar. Alles weitere läuft dann ganz gut. Terry von gegenüber hat Keile, um das Auto vor dem Wegrollen zu hindern. Die Radmuttern lassen sich problemlos lösen. Peter von nebenan borgt uns eine Platte, die Achim unter den Wagenheber legen kann. Der Wagenheber funktioniert tadellos. Der Reservereifen hat Luft und Profil und passt zum Reifen, der sich schon auf der Achse befindet. Peter kann sogar mit einem Drehmomentschlüssel dienen, um die Muttern genau richtig wieder anzuziehen.
Eine Stunde nach Knall steht der Bundy wieder waagerecht.

Der Reifen ist hin

Das Radkreuz an Bord ist keins. Die Muttern kommen aber freiwillig.

Sogar unser wichtig gekaufter Klappspaten bekommt endlich seinen ersten Einsatz. Es ist etwas uneben am Tatort.

 

Genau betrachtet haben wir viel Glück im Pech. Es gibt keinen besseren Ort für einen Reifenplatzer.  Bei weniger als drei Stundenkilometer Fahrt bestand keine Sekunde Gefahr für Leib oder Auto. Und auf dem Campingplatz wird man beim Reifenwechsel auch nicht alle fünfzehn Minuten in eine Staubwolke gehüllt.
Das Oberglück will, dass wir vor nur 35 Kilometern an dem einzigen Reifenhöker der Gibb vorbei gefahren sind.

So möchte man nicht eingestaubt werden beim Reifenwechsel. Dieseltransport auf der Gibb.

Da müssen wir Morgen wohl vorstellig werden. Beim abendlichen Lagerfeuer nicken alle zustimmend. „Ihr braucht einen neuen Reservereifen. Ohne weiter zu fahren, ist keine gute Idee“.

Schicksale verbinden – wir werden jeden Abend eingeladen am Fire Pit von Denise und Peter dabei zu sein. Die Feuer sind keine romantische Deko, sondern verhindern ernste Erfrierungen. Nach Sonnenuntergang wird es bitterkalt.

Am nächsten Vormittag fahren wir zu Nav. Einen gebrauchten Reifen hat er nicht für uns. „Alte Karre. Alte Maße. Ihr habt einen 16er Reifen. Üblich sind 18er“. War ja klar. Aber immerhin hat er einen Neuen, den er uns mit Dollarzeichen in den Augen anbietet. 420 Dollar! Haben wir eine Wahl? Nein.
„Er ist nur 70 Dollar teuer als in der nächsten Stadt“, versichert Nav.*** „Den bekommt ihr überall, um eine Achse mit dem gleichem Reifentyp zu bestücken“. Bargeld lacht. Seine Kreditkartenmaschine sei kaputt. Wir haben genug dabei, da die Campingplätze in den Nationalparks häufig nur Umschlag-Boxen haben.

Zufahrt zum einzigen Reifenhöker auf 700 Kilometer.

Bei Nav werden Sie geholfen.

Noch haben wir nichts von der nahe gelegenen Schlucht gesehen. Wir verlängern den Campingplatz um eine Nacht. Die Schlucht liegt unglücklicher Weise auf der anderen Flussseite. In Manning reicht es nicht bis zum Po nass zu werden. In Manning muss man schwimmen. Der Campingplatz bietet drei Fässer der Länge nach aufgeschnitten zum Transport von Rucksäcken und Wanderschuhen.
Es soll auch hier Freshies geben. Die Regel hier für Begegnungen mit Krokodilen sind einfach: „Nicht auf sie zu schwimmen!“  :mrgreen:

Ich habe leider keinen Bikini dabei. Mit dem Badeanzug ist es mir zu viel Getüttel. Also schwimme ich kurzentschlossen in Shorts und BH zur anderen Seite. Die Australier sind rustikal, die können das ab, bedenkt man, in was für Outfits sie morgens über den Campingplatz zur Toilette schlurfen.

Herrlich zum Schwimmen. Wenn man mal drin ist, geht es. Geschätzte 22 Grad.

Die Wanderung zum Wasserfall ist himmlisch. Bergauf, bergab führt es durch eine abwechslungsreiche Savanne. Am Ende wartet ein toller Wasserfall. Wer will – die meisten wollen – kann auch hier schwimmen und sich den Rücken vom Wasserfall massieren lassen.

Der Eindruck täuscht – wir sind nicht allein – es herrscht Hochsaison in der Kimberley. Die Campingplätze sind gut gebucht.

Nach der Regenzeit blüht es überall. Die Kimberley ist so anders als die rote Pilbara mit ihren Mienen.

Um zum Wasserfall zu kommen, muss man ganz schön kraxeln.

Picknick am Wasserfall

Ziel der Wanderung.

 

 

***Als wir Tage später wieder Internet haben, findet Achim heraus, dass der Reifen nicht sooo häufig ist, wie versprochen und eher hundert Dollar preiswerter. Was soll’s?

54

Gibb River Road – wir kommen!

08.06.24,  Australien/WA/Broome, Tag 191 Roadtrip, 13.686 km total

Selbst  für Australische Verhältnisse gilt die Gibb River Road als schwierig. „Leben prägendes Abenteuer“ oder „kultigste Schotterpiste Australiens“ lauten die Hinweise. Die ‚Dirt Road‘ ist 660 Kilometer lang und war früher eine Route auf der Rinder getrieben wurden. Während der Regenzeit ist die Straße nicht passierbar und gesperrt. Ein später Regen vor zwei Wochen hat alles durcheinander gewürfelt. Ein paar Flüsse stehen noch 40 Zentimeter hoch auf dem Fahrweg. Trotzdem, die Gibb ist als machbar deklariert. Vierradantrieb ist Pflicht.

Die Abzweigungen der Road führen zu den Hauptattraktionen: Schluchten, Wasserfälle und Wildbäche mit Krokodilen. Nimmt man alle Nebenstrecken mit, so kann man die zu fahrenden Kilometer leicht mehr als verdoppeln. Es gibt einfache Campingplätze und drei, vier Stationen an denen wir Wasser und Diesel nachbunkern können. Vielleicht kann man dort auch ein Brot ergattern.
Wir haben zehn bis vierzehn Tage für die Gibb geplant. Das Auto ist bis unters Dach mit Essen für diese lange Zeit vollgestopft. Eine kleine Herausforderung. Wie einfach ist dagegen eine Atlantik-Überquerung zu organisieren? Unser Kühlschrank an Bord ist doppelt so groß und vom Stauraum brauchen wir gar nicht erst sprechen.
Morgen geht es los. Internet ist Mangelware unterwegs, so dass es sein kann, dass wir uns erst in zwei Wochen wieder melden können. Bleibt dran! :-)

Gibb River Road in blau. Der asphaltierte Highway Richtung Osten ist die rote Linie. foto credit: mounthart.com.au

 

In den letzten sieben Tagen konnten wir uns wieder eingewöhnen. Allerdings hat die Rückkehr nach Broome überraschende Veränderungen parat. Bei der Abfahrt mussten wir uns noch im Pool abkühlen und hatten vier Wasserflaschen am Start, die wir abwechselnd im Camp-Gefrierschrank durchfrieren lassen haben. Jetzt-ist-es-plötzlich-bitter-kalt. Gefühlte 9 Grad, berichtet ‚Broome Weather‘.

Die Matratze vom Dachzelt (luxuriöse 3 cm) liegt auf einer Metallplatte. Achim steckt als Mumie in seinem Schlafsack. Wolldecke zusätzlich oben drauf. Ich mag so eingesperrt nicht schlafen und benutze den Schlafsack nur als Decke. Dann kann ich ein jederzeit ein Bein raus strecken und etwas überschüssige Hitze ableiten.
Das geht jetzt nicht mehr – die Kälte von unten kriecht in die Knochen. Da wir jetzt zwei Wolldecken haben (vorausschauend eine aus DE mitgebracht), können wir die alte Decke großzügig als Unterlage verwenden. Dazu passt Ski-Unterwäsche statt dünnen Pyjama. Das reicht zunächst. Prima.  Wir brauchen unbedingt Schafsfelle, so die Idee. Der Winter hat ja noch nicht einmal begonnen. Aber wo bekommt man in einem Kontinent mit 125 Millionen lebend Schafen die Felle her? Bisher haben wir erst zweimal einen Shop gesehen, der welche verkauft.

Kleinstadt Broome – sehr touristisch, aber gemütlich und hübsch im Zentrum. Die Touris kommen massenweise eingeflogen.

Der Anfang vom Cable Beach – trotz gebuchten Campingplätzen ist es nahezu leer am Strand.

Tagsüber ist es noch immer sommerlich warm. Aber die Tage sind kurz und die Sonne steht tief. Der Winter ist nah.

Cable-Beach in Broome. der hat seinen Namen, weil von Broome aus das erste Telegrafenkabel von Nordwest Australien nach Indonesien (Java) verlegt wurde.

Broome und die nördlich liegende Halbinsel Dampier punkten mit Farb-Explosionen.

So sieht die Küste von oben aus. Abfotografiert in einem Shop im Zentrum foto credit: yanè.com.au

Spektakuläre Farben. Nicht die eigene Drohne, sondern nur Bilder in einem Shop. Macht nichts, Landschaft mit der Drohne fotografiert, hat man ja auch nie mit den eigenen Augen gesehen.

Die zweite Veränderung ist der gefüllte Campingplatz. Vor fünf Wochen war der nur ein Viertel belegt, jetzt heißt es ‚fully booked‘ – ausgebucht bis auf den letzten Platz. Die Hauptsaison im Norden hat begonnen. Achtzig Prozent sind die berühmten ‚grauen Nomaden‘. Rentner, die mir ihrem Wohnwagen um die Insel reisen. Dachzelte gibt es praktisch keine mehr zu sehen.
Mal schauen, wie sich das auf der Gibb River Road ändern wird. Dort mit dem Wohnwagen zu fahren, mag nicht jeder.

Broome Campground – fast komplett ausgebucht

Dieser kleine Laubfrosch wohnt auf dem Campingplatz im Abfluss von der Wäscherei. Zusammen mit seinen drei Freunden.

51

Tolle Wochen in Deutschland – und eine Rückreise zum Abgewöhnen

03.06.24, Australien/WA/Broome, Tag 186 Roadtrip, 13.686 km total

Deutschland war großartig. Danke an Alle! Ihr ward großartig. Euch zu treffen war uns ein Vergnügen. Wir kommen wieder, versprochen.

Nur dreimal wurde daran gedacht ein Foto zu machen. Nächstes Mal muss das besser klappen.

Familie Willner

Bonus-Familie mit neuem Familienmitglied (Herzchen in den Augen)

Danke für den tollen Nachmittag

 

 

Mitgeholfen hat auch das Wetter – drei Tage Regen in vier Wochen. Frühsommerliche Temperaturen oben drauf. Für Hamburg nicht schlecht. Danke an die Wettergötter.

Unser 20 Quadratmeter Wohnklo (im Phnx Aparthotel im Herzen von Harburg) können wir unbedingt weiter empfehlen. Etwas laute Lage, dafür nur drei Minuten zu Fuß zum Supermarkt und zu einer nicht zählbaren Menge an Döner-Buden. Ebenfalls nur drei Minuten zur S-Bahn und Regionalbahn.

Hamburch – meine Perle!

 

 

Dankeschön auch ans Deutschland-Ticket. Von Uelzen bis Buxtehude, von Halstenbek bis Amelinghausen, plus Hafenfähre und unendliche Fahrten mit dem HVV. Alles für 49 Euro. Ein echter Schnapper. Verspätungen, ausgefallene Züge und Rauswurf aus der S-Bahn, weil Personen im Gleisbett gelaufen sind, inklusive. Alle Gerüchte über schlechten Service der Öffis können wir bestätigen, wir sind aber final überall angekommen.

Südsee-Feeling in Hamburg. Kein alter Moai von der Osterinsel, aber aus Original-Stein.

Alle wichtigen Dinge konnten wir abarbeiten: Artzbesuche, Impfungen auffrischen, eine neue Brille, neuer Pass und ganz wichtig – ein Rentenantrag. Mit einem jungen Mann bin ich nach Deutschland gereist, mit einem Rentner komme ich zurück. :mrgreen:

Auch das ist Hamburg. Ein Pony wie in Mexiko … ich glaube, die Dame hat das mit Absicht gemacht, der Rest ist nämlich gut. Statt schrägen, fransigen Pony zu schneiden, eine Seite einfach komplett abzuhacken. Ich hatte keine Lust auf ihr endloses Geplapper über DNA-Tests, die ihre Herkunft (60 Prozent Griechisch) ermittelt haben, einzugehen. :cry:

Und dann der Heimweg. :roll:
Es fing ganz gut an. Komfortable Abflugzeit am frühen Nachmittag. Es geht pünktlich los. Erträgliche Übergangszeit in Dubai. Ankunft am frühen Abend in Perth.
Der erste Holperstein: unser gebuchtes Hotel ist rottig. Okay, bei Ibis Budget erwartet man nicht viel, aber irgendeine Ablage im Zimmer wäre schon schön. Einfach, einfacher, Ibis. Statt Restaurant gibt es einen Automaten mit Chips und Schokoriegeln. Wir überleben, weil das Essen im Flugzeug gut und reichhaltig war. Nur drei Kilometer Entfernung zum Flughafen war das Buchungs-Argument.

Nach einem spartanischen Frühstück stehen wir um 8:00 Uhr in der Abflughalle für den letzten 2,5-Stunden-Flug nach Broome.
Eine junge Reporterin von 9News TV empfängt uns ganz aufgeregt und weiß zu berichten, dass die (eine?) Pumpe zum Auftanken der Flugzeuge ausgefallen sei. Wir verzichten darauf ins Fernsehen zu kommen, sondern gehen zum Schalter.

Die Anzeigetafeln lassen Schlimmes erwarten. Sogar ankommende Flugzeuge ✈️ werden umgeleitet. Ein Flug nach dem anderen wird gestrichen. Erste Rufe nach Kaffee-Gutscheinen werden laut. Aber die super freundlichen Angestellten von Quantas werden nicht müde zu erwähnen, dass der Fehler nicht bei der Airline liegt. Schuld sei der Flughafen. Reklamationen bitte an diese Adresse.

Im Internet steht, dass Perth Aurport darum bittet, dass keine Flugzeuge mehr mit Ziel Perth starten sollen.

Dann auch für uns Gewissheit – heute wird es kein Flug mehr nach Broome geben. Nach endlosen Stunden Wartezeit werden wir auf 6:30 Uhr nächsten Morgen umgebucht.
Was tun? Mindestens zwei Stunden vorher am Schalter sein und mit der Aussicht, dass wir auf Hotelkosten und Taxi (250 Dollar) hängen bleiben werden, entscheiden wir, dass sich das nicht lohnt. Wir bekämen ja noch nicht mal das Frühstück im Hotel.

Airport Perth zieht inzwischen richtig die Spendierhosen an: zwei kleine Flaschen Wasser und ein Schokoriegel pro Person werden verteilt.
Davon kann man nicht überleben.
Achim leiert einer Quantas-Mitarbeiterin drei Gutscheine á 15 Dollar aus der Tasche. Zwei Cafés in der Abflughalle bieten Mini-Wraps und Muffins zu absurden Preisen an. Die Gutscheine reichen für den holen Zahn.
Wir leeren einen Rucksack aus und ich stiefel los zum zwei Kilometer entfernten Supermarkt. Achim passt auf das Gepäck auf.
Mit Abendessen- und Frühstücksversorgung – Gabeln leihe ich in einem der Cafés – geht es uns somit ganz gut.
Ganz am Ende der Halle finden wir Sitzbänke ohne Armlehen, so dass wir liegen können.Die Decke, die wir für kalte Nächte im Australischen Winter aus Deutschland mitgebracht haben, kommt früher zum Einsatz als erwartet. Inzwischen ist die Halle geleert, so dass das kostenlose WiFi auch wieder funktioniert. Wir haben es passabel, schlafen aber trotzdem schlecht und nur häppchenweise.

Gute Nacht

Am nächsten Morgen geht es planmäßig los. In Broome bringt uns ein Taxi zu unserem Auto. Russel und Familie haben gut auf unseren Bundy aufgepasst. Sie sind übers Wochenende nicht da, der Wagen steht wie verabredet vor der Tür.

Aber er springt nicht an. Ja, darf das denn jetzt wahr sein? Ist das fair? Ich hab doch extra Karma-Punkte gesammelt durch das Verteilen von Snickers an Mitschläfer in der Abflughalle. :cry:

Dass die Batterie nicht mehr ganz neu war, wussten wir, aber nicht, dass nach vier Wochen der Saft zu Ende ist.
Wir haben 30 Grad im Schatten, lange Hosen an und viel zu warme Klamotten. Dazu Trombosekniestrümpfe in Turnschuhen. Die Strümpfe wird man verbrennen müssen. :lol:
Wir werden leicht nörgelig, aber jetzt bitte nicht durchdrehen!
Es ist Sonntag, 11:00 Uhr Vormittag. Wir klappern die Nachbargrundstücke ab, ob wir jemanden im Garten entdecken, der ein Starthilfekabel hat.
Achim wird fündig. Ein junges Paar springt sofort auf, um uns zu helfen. Sie muss extra zu Freunden fahren, um ein Kabel zu holen. Er bietet uns Wasser an. Zehn Minuten später sind die beiden Autos verkabelt. Aber unsere Batterie sagt keinen Mucks. Die ist mausetot.
Für unsere Helfer stellt das kein Problem dar. Natürlich fährt sie mit Achim zum Batterie-Höker (God bless Australia – für seine Sonntags-Öffnungszeiten). Eine Stunde und 140 Euro später läuft unsere Karre wieder. Danke lieber Jason und Anni.

Jetzt brauchen wir uns „nur“ noch etwas zu essen kaufen. Müde quälen wir uns durch die Regale. Bloß nichts vergessen, damit wir Morgen nicht wieder los müssen.
Den Campingplatz hatten wir informiert, dass wir einen Tag später kommen. Die waren so freundlich unsere reservierten Tage um einen Tag nach hinten zu verschieben. Eigentlich ganz unüblich in Australien. No show, no money back, heißt es häufig. Dankeschön.

Wir poppen das Zelt auf und räumen den Koffer leer. Mehr geht nicht. Uns fallen im Sitzen schon die Augen zu. 68 Stunden haben wir von Tür zu Tür gebraucht.
Ich schlafe fast zwölf Stunden. Sogar Kurzschläfer Achim bringt es auf neun. Jetzt sind wir wieder fit und freuen uns auf mehr Australien. Weitere 12 Monate dürfen wir bleiben durch unsere Ausreise. Da geht also noch was – auf zu neuen Abenteuern.

Ein paar graue Haare und Falten dazu … Danke Airport Perth.

72