Kategoriearchiv: Allgemein

Wo Du gern bist…

Mi., 28.Dez.16, Curaçao, Spanish Water, Tag 942, 8.752 sm von HH

…weil man gut isst….   lalala    ….bei Mc Donalds.

Achim ist bekennender McDonaldist.
Allerdings extrem einseitig in seiner Menüwahl. Während andere Menschen sich an ‚los wochos‘ versuchen, gibt es bei Achim grundsätzlich (der Mann hat Prinzipien) nur eins: das große BigMac Menü mit Cola.

Seine Testreise durch die BigMac’s der Welt wurde auf eine harte Probe gestellt. Gab es doch zuletzt im Februar in Kourou einen McDonald. Zehn lange Monate kein BigMac. :shock:

Daher war ich auch nicht verwundert als Achim schon auf Bonaire zu berichten wusste: „Die haben auf Curaçao ein Mekkes“. :mrgreen:
Im ‚Restaurant‘ selber ist er dann so gierig auf seinen Burger, dass er kaum Zeit für ein Lächeln hat. Voll konzentriert und unter dem total Verlust von Humor beim Fotografieren, fängt er an seine Pommes in sich hinein zu schaufeln.
Kein Blick, kein Gespräch, keine Späßchen über die 30.000 Kalorien, die er grade in sich reinstopft, sind erlaubt. Aus diesem Trance-artigen Zustand erwacht er erst, wenn der letzte Pommes seinen Weg gefunden hat.
Für Euch habe ich zum Jahresende eine kulinarische Zeitreise durch die McDonald’s der letzten zweieinhalb Jahre.
I’m lovin‘ it…

Wir wünschen allen Lesern ein guten Start ins neue Jahr, kommt gut rein, bleibt gesund und bis zum nächsten Jahr.

Fröhliche Weihnachten

Sa., Heiligabend 2016, Bonaire, Kralendijk, Tag 938, 8.715 sm von HH

Dass Weihnachten ist, merken wir nur an elektronischen Gruß-Karten und guten Wünschen über ‚whats app‘ von Euch.
Auf einmal ist facebook voll mit Tannenbäumen, guten Vorsätzen, herzigen Wünschen und dämlichen Sinnsprüchen. Also muss Weihnachten sein.

Von alleine hätten wir es nicht gemerkt. Weihnachten bei 30 Grad funktioniert einfach nicht.
Ich hab versucht es zu erzwingen durch den Kauf eines Stollens. Eines Marzipan-Stollens! Der war furztrocken und wurde von Achim als ‚eklig‘ bewertet.
Der war zur Einstimmung aufs Fest mal grad gar nicht geeignet. Schade.

Auch die schlimme Weihnachtsdekoration im Supermarkt bringt keine Stimmung auf. Es sind nicht die Farben, sondern die ausgeprägte Lieblosigkeit in der Dekoration, die festliche Stimmung verhindern. Es reicht eben nicht irgendeinen Plastik-Muff auf den Tresen zu stellen und lieblos ein Schild hinzuhängen.

 

Ich hab jetzt meinen eigenen „Muff“ dekodiert.
Der hässlichste Weihnachtsmann der Welt sitzt im Cockpit. Der hat ’schon immer‘ unterm heimischen Baum gesessen und erschien mir dort richtig platziert. Im Laufe der Jahrzehnte verlor er seine Hässlichkeit und gehört zwingend zu Weihnachten dazu.

Ins Cockpit passt er wie ein Schwein aufs Sofa. ;-)
Dort sieht es aus wie in einer Räuberhöhle durch unser Tauchgerödel, da verfehlen selbst weihnachtliche Servietten ihren Zweck.

Wie auch in angelsächsischen Ländern üblich, spielt auf Bonaire Heiligabend keine feierliche Rolle. Es ist ein normaler Tag, die Geschäfte haben bis 20:00 Uhr geöffnet. Auch die Restaurants sind nicht geschlossen
Somit gehen wir heute das erste Mal in unserem Leben an Heiligabend essen.
Damit ist unser Weihnachten dann feierlich abgearbeitet. Den 1. und 2. Weihnachtstag nutzen wir noch einmal zum Tauchen und dann wird gepackt. Am 27. Dezember düsen wir nach Curacao rüber. Das ist nur ein Tagestörn.

Aber ein Vor-Weihnachtsritual funktioniert auch in den Tropen: Herr der Ringe! Natürlich die langen Versionen. Zum Teil können wir schon mitsprechen, egal, uns machen die Filme noch immer Spaß.

Wir wünschen Euch, liebe Leser, ein fabelhaftes Weihnachtsfest mit toller Stimmung, gutem Essen und drei wunderbare, stressfreie Tage.
Wir halten es mit der örtlichen Tradition und stülpen Weihnachtsmützen auf Alles, was bestülpbar ist. In dem Sinne, fröhliche Weihnachten. :-)

 

 

Winteranfang

Do., 22.Dez.16, Bonaire, Kralendijk, Tag 936, 8.715 sm von HH

Den Winteranfang merkt man auch in der Karibik. Vor allem unter Wasser.
Hatten wir vor zwei Wochen noch bis 30 Meter Wassertiefe durchgängig 29 Grad, zeigt das Thermometer jetzt nur noch 27 Grad.
Zeit, die Winter-Klamotten raus zu holen.

Ich habe auf meinen nagelneuen 5mm Neopren (in weiser Voraussicht in Las Palmas für keine 100 EUR geschossen, ein super Preis ) gewechselt. In meinem alten Tropi, keine 3 mm mehr, friere ich sonst nach 60 Minuten Tauchgang wie ein Schneider.
Was bei 29 Grad noch funktioniert, geht bei nur zwei Grad weniger nicht mehr auf.

Achim, die alte Frost-Memme, legt eine Schippe drauf: er taucht jetzt mit 7mm Halbtrocken (das bedeutet, dass die Manschetten so dicht sind, dass kaum Wasser eindringen kann).
So ein Anzug ist eigentlich für Wassertemperaturen unter 15 Grad geeignet.

Viele würden sagen, der Anzug sei hier leicht übertrieben… :mrgreen:
Vor allem die beiden Tauchmädels, die uns heute mit einen Guide entgegen kamen. Die offensichtlichen Anfängerinnen hatten nur einen Bikini an. :shock:

Dadurch, dass Atanga nun in diesem Eiswasser schwimmt, bleibt es auch unter Deck deutlich kühler. Wir knacken kaum noch die 29 Grad. Nachts wird jetzt nach einem Laken zum Zudecken gefingert.

Fast jede Nacht regnet es ausgiebig. Dies kommt nun wiederum der Tauchausrüstung zu Gute. Wir haben nicht genug Süßwasser, um das Zeug vorschriftsmäßig zu spülen.
Voila, das erledigt des nachts der Regen für uns.

Willkommen im Winter-Wonder-Land. :-)

Anmerk. der Red.: Das Fische vertreibende Orange ist das Innenfutter!! Außen ist er schwarz.

Lebensmittel-Wunder Bonaire

Di., 20.Dez.16, Bonaire, Kralendijk, Tag 934, 8.715 sm von HH

Wer den östlichen Antillenbogen entlang segelt, hält garantiert auf Martinique.
Gilt die Insel der Franzosen doch als ‚die‘ Bunker-Insel. Alles bezahlbar und gute Auswahl.

Unsere Erfahrung ist um ein Kapitel reicher: Bonaire schlägt Martinique.
Unser Preisindex zeigt, dass Bonaire einen Tick teurer ist. Das ist im Augenblick dem hohen USD-Kurs geschuldet. Würde der nur ein wenig sinken, wäre Bonaire auch preislich vorne.

Unschlagbar besser ist das Angebot auf Bonaire.
Der feinste Markt am Ort sieht aus wie Feinkost-Edeka (außerdem zweimal in der Woche kostenloser Shuttle vom Hafen zum Laden).
Daneben gibt es noch normale Märkte und einen Art Aldi-Großhandel.

Es gibt Zuckerschoten!
Fleischsalat, frische Kräuter, Birnen, Absurditäten wie Fisherman’s Friend, Milka XXL -Lieblingssorte- Choco Biscuit, Joghurt in guter Auswahl, vernünftige Mettwurst, Schinken und was das Herz sonst so begehrt. Beim Fleisch gibt es neben den drei Grund-Fleischsorten auch Kalb und frisches Lamm-Carré im Angebot.
Sogar Stollen und Lebkuchen sind zu haben. Der Stollen war ein Flop, egal, Kollateral-Schaden.

Nur beim Käse muss der Holländer noch lernen. 80% seines Kühlregals sind dem Gouda reserviert: geschnitten, jung, mittelalt, alt, gelagert, überjährig (? was auch immer das bedeutet), Mai-Gouda und Gouda im Stück.
Da ist noch Luft nach oben, Jungs. Nicht nur Frau Antje hat schönen Käse.

Der perfekte Weihnachts-Schmaus ist gesichert. :-)

Außergewöhnliche Segler

Mo., 19.Dez.16, Bonaire, Kralendijk, Tag 933, 8.715 sm von HH

Das Segler-Portal www.segeln360.de informiert über Chartersegeln, Seemannschaft, Reviere und den Yachtsport im Allgemeinen und Besonderen.
Dies erfolgt absolut Werbe- und Sponsorenfrei. Eine echte Rarität im Internet.

Die Betreiber von segeln360 haben eine neue Rubrik ins Leben gerufen: „Außergewöhnliche Segler“.
Achim und ich wurden für diese Rubrik um ein Interview gebeten und herausgekommen ist ein, wie wir finden, gelungenes Portrait von uns.

Wir finden uns zwar nicht außergewöhnlich, aber vielen Dank an die Redaktion für die Zusammenstellung der verschiedenen Portraits und dass wir dabei sein dürfen. :-)