Motorstunden und Anderes

Heute hatte ich mein private Motoreneinführung. Es war somit ein Tag von einiger Erleuchtung. Von vorne: Um 10:00 traf ich mich mit unserem Yachtservice in Grünendeich an Bord, um mir mal eine Einführung in die Dinge zu geben, die man als Skipper mindestens so wissen und können sollte. Neben Keilriemen spannen wurden Impeller gewechselt, Dieselfilter getauscht, Leitung entlüftet, Ventile eingestellt, eine Leitung am Ölkühler ersetzt.

Auch haben wir einen neuen Platz für unseren neuen Anker gefunden:

Winterlager….

Es gibt eigentlich nichts zu berichten, also tu ich das mal.

Ich habe in der Zwischenzeit das Schiff poliert (…was für eine sch….Arbeit – insbesondere, wenn das Schiff so schmutzig war, wie unsere Atanga)

Das Ruder der Windsteueranlage ist abgebaut, und wartet im Keller auf eine kleinere Reparatur. Ich habe keine Ahnung, wer da reingebissen hat, aber an der unteren Ecke fehlt einfach etwas Material.

Der Träger für das Solar Panel ist bereits in Berlin und wird dort umgebaut, sodass er 2 Panele aufnehmen kann.

Rigger ist beauftragt, um sich den Mast mal genauer anzusehen. Bei dem Beschlag, der das Vorstag für die Fock aufnimmt ist eine Niete gebrochen und wer weiß, was sonst so noch mal erneuert werden muss.

 

Winterlager 2013/14 in Sicht

So langsam machen wir uns daran, die Saison 2013 zu beenden und die Liste für das Winterlager zu vervollständigen.

Zweit-Anker

Nach einigem Hin und Her und Betrachtung der häufig philosophisch geführten Diskussion, welcher Anker denn der Beste sei, haben wir uns für einen Rocna Anker (33Kg) entschieden. Dazu muss allerdings erst einmal eine Ankerhalterung an den Bug, um das „Monster“ sicher aufzunehmen. Um mir das Ganze vorstellen zu können, musste eine alte Rückwand eines Bilderhalters dran glauben, aus der ich das Profil im Maßstab 1:1 ausgeschnitten habe. Die Herausforderung besteht allerdings darin, dass zwischen Bugkorb und Anschlag für das Vorstag nur ca. 6cm Platz ist.

DCIM100MEDIA

Regenerative Energien

Wir sind den ganzen Sommer 2013 in der Ostsee ohne Landstrom ausgekommen. Allerdings waren die Reserven übersichtlich und ein zweites 100WP Panel liegt bereits im Keller und wartet nur darauf angebaut zu werden. Die Halterung auf unserem Geräteträger muss also noch mal überarbeitet werden.

Erdung für das Funkgerät

Im Moment verwende ich noch unsere Blitzschutzanlage als Erdung und bin mit dem Ergebnis auch zufrieden. Grundsätzlich gefällt mir der Ansatz aber nicht und daher soll im Winter auch noch mal die Erdungsfarbe im Achterschiff gestrichen werden, um auf kapazitive Erdung umzurüsten.

Korrosion am Motor

…hoffentlich schaffe ich es in diesem Winter mal, die Maschine an den betroffenen Stellen zu malen.

Sitze am Heckkorb

Bevor wir den Geräteträger im letzten Jahr aufgebaut haben, hatten wir 2 nette Sitze in den Ecken am Heckkorb. Diese sollen in diesem Winter auch wieder angebaut werden.

Rigg

Wir denken, dass wir das Rigg mal professionell checken lassen sollten. Auch muss eine Teil des laufenden Gutes ausgetauscht werden.

Seeventile

Auch hier wollen wir noch einmal professionellen Rat einholen und ggf. auf Rotguss umrüsten.

Toilette

Eigentlich müssten hier mal die Schläuche getauscht werden.  Hierauf freue ich mich ganz besonders.

…und dazu kommen dann noch die normalen Winterarbeiten wie Schönheitsreparaturen und ausgiebiges Polieren.

Hier noch zwei Bilder, wie unser Schiff mit gekipptem Geräteträger aussieht. Durch den Windgenerator waren wir etwas zu hoch, um durch das Hallentor zu kommen.

Ostsee 23.08.-07.09.2013

Törn: 465 NM

Finkenwerder -> Giselau Schleuse -> Schilksee -> Fynshav -> Middelfart -> Ballen (Samsö) -> Korshavn -> Kerteminde -> Omö -> Spodsbjerg -> Bagenkop -> Schilksee -> Brunsbüttel -> Glückstadt -> Wedel -> Finkenwerder

Bei unserem Törn wurden wir zur Abwechslung für all die kalten Tage unserer früheren Törns entschädigt. Das Wetter war einfach traumhaft und nachdem der Wind am dritten Tag endlich seine Arbeit aufgenommen hatte, hatten wir allerbestes Segelwetter.

Es war alles dabei von leichtem Wind, um mal wieder den Blister rauszuholen bis zu relativ kräftigem Wind (6-7) auf unserer „Speedfahrt“ von Spodsbjerg nach Bagenkop.

Erwähnenswert fanden wir auch die vielen Schweinswalsichtungen und die drei Seehunde, die uns im Kleinen Belt begegnet sind.

Zum Abschluss haben wir dann auch noch das Hafenfest in Wedel besucht. Genau genommen sind wir wegen des Flohmarktes dorthin gefahren, um uns günstig mit allerlei Ausrüstungsgegenständen einzudecken. Auch diesmal hat es sich wieder gelohnt. Von Sturmsegel, über große Lewmar Blöcke bis hin zu einer neuen Schleppleine haben wir eingekauft und nur einen Bruchteil vom Neupreis bezahlt.

Alles in allem wahrscheinlich der beste Ostsee Urlaub, den wir mit unserem Schiff bisher gemacht haben.

Ärger mit der Pfeife

Wir hatten ja schon bereits bei unserer Nebelfahrt auf der Ostsee bemerkt, dass irgendetwas mit unserem Horn nicht stimmte. Ich habe mich daher an Aqua Signal gewandt und das Problem geschildert.
Der Ton war viel zu leise und nahm darüber hinaus auch noch weiter ab. Das Problem war in dieser Form nicht bekannt, allerdings hat mir Aqua Signal eine kurze Beschreibung zugeschickt, wie ich überprüfen könne, ob es sich um die Pfeife oder den Tongenerator handelte.
1. Tongenerator: Lautsprecher anschließen (60W) und testen
2. Pfeife: Widerstandsmessung sollte ca. 4-8 Ohm betragen
Ich habe das dann entsprechend mal getestet. Das Ergebnis war niederschmetternd. Ich hatte ein Problem mit meiner Pfeife….
Da wir über 12m Länge haben ist eine Pfeife mit BSH Zulassung vorgeschrieben. Wenig überraschend war dann, dass diese Schallanlagen ein Vermögen kosten. Glücklicherweise fand ich dann eine 24 V Anlage in der Fundgrube eines Yachtausrüsters (Pfeife baugleich zur 12V Anlage) und somit war das Ersatzteil für 450€ zu erstehen. Die Pfeife als einzelnes Ersatzteil lag bei über 500€. Bedenkt man, was Kammerlautsprecher sonst kosten, ist das schon eine Ansage.
Die alte Pfeife habe ich mir dann mal zuhause näher angeschaut und da tat sich ein Bild des Schreckens auf. Die Kabel bestanden praktisch nur noch aus Oxid und auch der Rest war so stark korrodiert, dass nur noch die Entsorgung übrig blieb.