Finale

Fast alle Arbeiten, die vor dem zu Wasser lassen gemacht werden sollten, sind fertig, oder zumindest soweit geplant, dass sie noch vor unserer Abfahrt fertig werden.

Die alte Reckmann Rollanlage am Vorstag wird gegen eine Furlex 300s ausgetauscht. Der Rigger hat uns dringend empfohlen, das alte Teil in Rente zu schicken. Zur Furlex kamen wir aufgrund des Preis-Leistungsverhältnisses und der weltweiten Vertretung. Unglücklich war dabei nur, dass das Vorliek unserer neuen Genoa nun von 3 auf 6-7mm gebracht werden musste, um in den neuen Profilen zu halten.

Die großen Spanner an den Wanten werden gegen neue Spanner mit Bronzeeinlage ersetzt. Die Gewinde hatten über die Jahre ein wenig gelitten und Edelstahl auf Edelstahl ist auch nicht wirklich optimal.

Die alten Isolatoren am Achterstag sollten getauscht werden. In der alten Konfiguration sitzt der obere Isolator sehr nahe am Mast. Das wird jetzt geändert und somit ist auch ein neuer 10er Draht fällig (…+2 Isolatoren). Da die Isolatoren zur Zeit nicht lieferbar sind, wird das ein knappes Höschen und wir werden das Achterstag wohl am Steg wechseln müssen.

Die Kielreparatur ist weitestgehend abgeschlossen und das Ergebnis, was die Leute vom Altländer yachtzentrum soweit abgeliefert haben, kann sich sehen lassen. Ich fühl mich immer richtig schlecht, wenn ich sehe, wie gut Leute mit Spachtel und Schleifpapier umgehen können.

Der neue Rocna Anker hängt immer noch etwas fehlplatziert am Schiff. Ich bin sehr gespannt, wie das Problemchen in der nächsten Woche gelöst wird.

Unser Ersatzanker (der alte Hauptanker) wird seinen Platz in der Aussparung am Heck, in der früher mal die Rettungsinsel saß) untergebracht. Die Bretter sind fertig – muss nur noch eine Halterung ran und das Ganze mit dem Schiff verbolzt werden.

Der alte Anker wird auch noch einmal abgeschmirgelt und gestrichen, damit er nicht als Schandfleck unser Heck verunstaltet.

Das Segelkleid muss noch repariert werden. Hier sind einige Ösen, die die Leinen für die Lazy Jacks aufnehmen ausgerissen.

…und zu aller Letzt muss das Schiff noch gewachst werden.

Die letzten Einlegeböden

Ein Schiff hat nur begrenzten Platz, also mussten noch einmal zwei Einlegeböden angefertigt werden. Entgegen meinen in der Vergangenheit gezeigten Leistungen beim Bearbeiten von Holz, klappte dies auf Anhieb (Üben übt).

 

Wassermacher … Finale

Dies ist nun vorerst der letzte Eintrag zum Thema Wassermacher. Hier nun die Zusammenfassung.

Zunächst wollte ich das Gerät unter der Sitzbank einbauen. Das war falsch, weil das Manometer gut einsehbar bleiben sollte und auch das Ventil zum Einstellen des Drucks gut erreichbar bleiben sollte.

Ich hatte sogar schon Platz vor dem Gerät geschaffen (ca. 55cm), um die Membrane wechseln zu können. Auch das war falsch und unnötig, weil es einfacher ist, die ganze Einheit mal eben abzuschrauben, um die Membran dann bequem an einem gut erreichbaren Platz zu wechseln.

Die Anleitung sieht eigentlich vor, dass das System an das Druckwassersystem angeschlossen wird, um die Einheit spülen zu können. Ich habe mich dagegen entschieden, da man nie ausschließen kann, doch irgendwann mal gechlortes Wasser zu bunkern. Spülen der Membran mit gechlortem Wasser könnte das schnelle vorzeitige Ende der Lebenszeit der Membran bedeuten.

Also, was habe ich (hoffentlich) richtig gemacht:

Einbau der Einheit erfolgte leicht zugänglich und gut erreichbar in dem alten Bad im Vorschiff. Sieht zwar fast aus, als würde die Einheit auf einem Altar stehen, aber so passte es am besten.

Zuleitungen habe ich möglichst kurz und ohne Druck auf den Schläuchen gemacht. Die Schläuche sind relativ starr und somit habe ich eine Menge Winkel verbaut. Insbesondere beim Anschluss der Vorpumpe an das Seeventil war hier eine Menge Anpassungsarbeit notwendig. Hier musste die Bodenplatte der Vorpumpe einfach gekürzt werden.

Um das Wasser zu testen, habe ich eine Leitung zur Spüle gelegt. Hier könnte man bei Bedarf auch Wasser abnehmen.

Grobfilter, Feinfilter und Kohlefilter habe ich gut erreichbar in den Schrank unter der Einheit verbaut.

Die kleinen mitgelieferten Schalter habe ich gegen ein Dreierpanel ausgetauscht, bei dem jeder Kreis mit 15A abgesichert ist.

Leuchtdioden für Vordruckpumpe und Hochdruckpumpe habe ich nicht verbaut, da das Schalterpanel bereits Dioden hat, die den eingeschalteten Zustand anzeigen.

Die Diode für die MCU habe ich eingebaut, da diese die Funktion der MCU anzeigt und eben nicht nur den eingeschalteten Zustand. Hier habe ich allerdings auch ggü. H2O angemerkt, dass diese Diode eigentlich schon in der Einheit hätte eingebaut sein können. Wichtig – vor Einbau der Diode Plus markieren, da man die Markierung auf der Diode im eingebauten Zustand ggf. nicht mehr sieht.

Massesammelstelle habe ich in der nähe der Schalter angebracht. Es sind final eine Menge Leitungen, die hier ankommen. Eine Leiste wäre sicher noch besser gewesen.

Eingebaut wird die Membran, wenn wir sauberes Wasser unter dem Kiel haben – solange muss der finale Funktionstest allerdings noch warten.

 

Einbau des Wassermacher – Fortsetzung

Nachdem ich noch einmal in die Anleitung geschaut habe und ein längeres Gespräch mit H2O Factory hatte, musste ich meinen Plan, den Wassermacher unter der Sitzbank im Salon einzubauen, verwerfen. Der Ort wäre zwar nicht schlecht gewesen, aber ich hätte dort keine realistische Möglichkeit gehabt, Manometer und Ventil leicht zu erreichen.

Der Wassermacher sollte nun in das ehemalige kleine Bad im Vorschiff, in dem Gert im letzten Jahr mit viel Mühe die ganzen Regale eingepasst hatte.

Zunächst wurde also das Regal auf die Hälfte der ursprünglichen Breite gebracht, um so Platz zu schaffen. Dieser Platz erlaubt nun, das Gerät im Auge zu behalten – hat allerdings auch den Nachteil, dass für den Membranwechsel das Gerät ausgebaut werden muss. Vier Schrauben und drei Speedfit-Verbindungen sollten allerdings keine wirkliche Hürde darstellen. Vielleicht muss ich hier eine Einschränkung machen: eine der Schrauben, die das Aggregat halten, ist unter der Hochdruckpumpe angebracht und ist nicht wirklich gut zu erreichen. Hier hilft aber ggf., eine Schraube mit anderem Kopf einzusetzen.

Meine Bemühungen, die Vordruckpumpe in eine saubere Linie mit dem Bordeinlass zu bringen verliefen zunächst auch im Sand. Irgendwann habe ich dann einfach die Platte, auf der die Vorpumpe werkseitig angebracht ist, gekürzt und neue Bohrungen gesetzt. Frei nach dem Motto: „Was nicht passt wird passend gemacht“.

Die Spülung des Geräts, die Standardmäßig aus den Wassertanks gemacht wird, werde ich so nicht einbauen. Mir ist das Risiko zu groß, dass wir doch irgendwann einmal gechlortes Wasser tanken und beim Spülen nicht daran denken. Ich habe also das T-Stück an das die Spülung (und Konservierung) angeschlossen wird, direkt an das Aggregat (Einlass Seewasser) versetzt und werde mir eine Druckgartenspritze mit 5l Volumen besorgen. Da man das ja nicht jeden Tag macht, sollte das vertretbar sein.

Somit hat jetzt alles seinen Platz gefunden und ich kann mich um die Verlegung der Rohrleitungen kümmern. Allerdings brauche ich dazu noch ein paar Speedfit Teile, da die Rohrleitungen relativ störrisch sind. D.h. kleine Biegeradien sind am Besten mit Speedfit zu erreichen, da man ansonsten relativ viel Druck auf den Leitungen aufbaut.

Einbau des Wassermachers – im Detail

Da stand ich nun mit unserem neuen Wassermacher. Für das eigentliche Gerät war relativ schnell ein Platz gefunden. Dieses sollte unter die Sitzbank im Salon, weil nur hier die erforderliche Länge vorhanden war. Es mussten zwar einige neue „Durchbrüche“ geschaffen werden , aber das war halb so wild. Das Aggregat ist nun so eingebaut, dass es sich praktisch nicht mehr bewegen kann und nach vorne ausreichend Platz für den Filterwechsel worhanden ist.

Wohin aber mit den Filtern? Meine erste Idee war, diese auch unter den Bänken im Salon unterzubringen. Also habe ich eine Tag damit verbracht, Platz zu schaffen und die Filter anzugringen. Auf der Fahrt nach Hause habe ich dann eingesehen, dass der Platz suboptimal war, da man die Filter nicht wirklich im Auge behalten kann. Nichts ist schlimmer, als mit einer schlechten Lösung dauerhaft zu leben und manchmal ist es einfach besser noch mal von vorne anzufangen, wenn die erste Lösung Mist war.

Ich habe also die Reste des Waschbeckens im Vorschiff entfernt, die Wasserzuleitungen weggenommen und eine paar Halterungen für Filter und Vordruckpumpe gebastelt. Wieder war ein Tag dahin, aber ich denke, dass diese Lösung Bestand haben wird.

Filter

Das was man auf dem Bild sieht ist der Unterschrank des Waschbeckens im Bb Vorschiffbad. Alles ist dort eng mit wenig Platz, aber immerhin gibt es hier eine Einlass.

Die Verbinding von Vorpume zum erstem Filter fehlt noch, weil ich noch mal nach 90° Speedfit Teilen schauen möchte, um zu verhindern, dass zu viel Druck auf den Leitungen ist.

Die Vordruckpumpe ist praktisch in einer Linie mit dem Ventil und somit sollte die verlegung der Zuleitungen kein größeres Problem werden.

Fortsetzung folgt….