Wassermacher und anderes

Ich habe zwar schon seit einiger Zeit nichts geschrieben, was aber nicht bedeutet, dass nicht passiert ist.

Unser neuer Wassermacher, der uns zur Verfügung gestellt wurde, damit wir für unsere Reisen bestens gerüstet sind, ist nun an Bord. Das Hauptproblem bei dem Teil ist, dass man neben der Einbaulänge von 78cm auch noch über 50cm vor dem Gerät braucht, um die Membran wechseln zu können. Man kann sich leicht vorstellen, dass es auf einem Segelschiff nicht allzu viele Stellen gibt, wo man einen solchen Platz findet. Auch wollte ich nicht allzu weit vom Einlass und vom Auslass sein.

Ich werde ihn unter der Sitzbank im Salon installieren, was allerdings noch ein paar Anpassungen erfordern wird. Ob das dann final auch ein guter Platz ist, wird die Zukunft zeigen. Möglicherweise wird noch eine Zwangsbelüftung notwendig werden.

Endlich sind die Sitze am Heckkorb wieder angebracht. Ich hatte mich lange dagegen gewehrt, in den neuen Heckkorb zu bohren, um die Sitze dort festzuschrauben, aber irgendwann habe ich es einfach getan, weil es die beste Lösung war.

Sitze

Unser alter Anker, den man auf dem Bild sieht, wird etwas gekürzt und soll dann in das Fach am Heck, was ursprünglich mal für die Aufnahme der Rettungsinsel gedacht war. Hier werde ich noch eine geeignete Halterung anbringen müssen.

Der Träger für unsere Solarpanele ist auch fertig zum Einbau. Leider werde ich das erst machen können, wenn wir wieder aus der Halle sind, da die Hallendecke für unseren Aufbau zu niedrig ist.

Motorstunden und Anderes

Heute hatte ich mein private Motoreneinführung. Es war somit ein Tag von einiger Erleuchtung. Von vorne: Um 10:00 traf ich mich mit unserem Yachtservice in Grünendeich an Bord, um mir mal eine Einführung in die Dinge zu geben, die man als Skipper mindestens so wissen und können sollte. Neben Keilriemen spannen wurden Impeller gewechselt, Dieselfilter getauscht, Leitung entlüftet, Ventile eingestellt, eine Leitung am Ölkühler ersetzt.

Auch haben wir einen neuen Platz für unseren neuen Anker gefunden:

Winterlager….

Es gibt eigentlich nichts zu berichten, also tu ich das mal.

Ich habe in der Zwischenzeit das Schiff poliert (…was für eine sch….Arbeit – insbesondere, wenn das Schiff so schmutzig war, wie unsere Atanga)

Das Ruder der Windsteueranlage ist abgebaut, und wartet im Keller auf eine kleinere Reparatur. Ich habe keine Ahnung, wer da reingebissen hat, aber an der unteren Ecke fehlt einfach etwas Material.

Der Träger für das Solar Panel ist bereits in Berlin und wird dort umgebaut, sodass er 2 Panele aufnehmen kann.

Rigger ist beauftragt, um sich den Mast mal genauer anzusehen. Bei dem Beschlag, der das Vorstag für die Fock aufnimmt ist eine Niete gebrochen und wer weiß, was sonst so noch mal erneuert werden muss.

 

Winterlager 2013/14 in Sicht

So langsam machen wir uns daran, die Saison 2013 zu beenden und die Liste für das Winterlager zu vervollständigen.

Zweit-Anker

Nach einigem Hin und Her und Betrachtung der häufig philosophisch geführten Diskussion, welcher Anker denn der Beste sei, haben wir uns für einen Rocna Anker (33Kg) entschieden. Dazu muss allerdings erst einmal eine Ankerhalterung an den Bug, um das „Monster“ sicher aufzunehmen. Um mir das Ganze vorstellen zu können, musste eine alte Rückwand eines Bilderhalters dran glauben, aus der ich das Profil im Maßstab 1:1 ausgeschnitten habe. Die Herausforderung besteht allerdings darin, dass zwischen Bugkorb und Anschlag für das Vorstag nur ca. 6cm Platz ist.

DCIM100MEDIA

Regenerative Energien

Wir sind den ganzen Sommer 2013 in der Ostsee ohne Landstrom ausgekommen. Allerdings waren die Reserven übersichtlich und ein zweites 100WP Panel liegt bereits im Keller und wartet nur darauf angebaut zu werden. Die Halterung auf unserem Geräteträger muss also noch mal überarbeitet werden.

Erdung für das Funkgerät

Im Moment verwende ich noch unsere Blitzschutzanlage als Erdung und bin mit dem Ergebnis auch zufrieden. Grundsätzlich gefällt mir der Ansatz aber nicht und daher soll im Winter auch noch mal die Erdungsfarbe im Achterschiff gestrichen werden, um auf kapazitive Erdung umzurüsten.

Korrosion am Motor

…hoffentlich schaffe ich es in diesem Winter mal, die Maschine an den betroffenen Stellen zu malen.

Sitze am Heckkorb

Bevor wir den Geräteträger im letzten Jahr aufgebaut haben, hatten wir 2 nette Sitze in den Ecken am Heckkorb. Diese sollen in diesem Winter auch wieder angebaut werden.

Rigg

Wir denken, dass wir das Rigg mal professionell checken lassen sollten. Auch muss eine Teil des laufenden Gutes ausgetauscht werden.

Seeventile

Auch hier wollen wir noch einmal professionellen Rat einholen und ggf. auf Rotguss umrüsten.

Toilette

Eigentlich müssten hier mal die Schläuche getauscht werden.  Hierauf freue ich mich ganz besonders.

…und dazu kommen dann noch die normalen Winterarbeiten wie Schönheitsreparaturen und ausgiebiges Polieren.

Hier noch zwei Bilder, wie unser Schiff mit gekipptem Geräteträger aussieht. Durch den Windgenerator waren wir etwas zu hoch, um durch das Hallentor zu kommen.

Ostsee 23.08.-07.09.2013

Törn: 465 NM

Finkenwerder -> Giselau Schleuse -> Schilksee -> Fynshav -> Middelfart -> Ballen (Samsö) -> Korshavn -> Kerteminde -> Omö -> Spodsbjerg -> Bagenkop -> Schilksee -> Brunsbüttel -> Glückstadt -> Wedel -> Finkenwerder

Bei unserem Törn wurden wir zur Abwechslung für all die kalten Tage unserer früheren Törns entschädigt. Das Wetter war einfach traumhaft und nachdem der Wind am dritten Tag endlich seine Arbeit aufgenommen hatte, hatten wir allerbestes Segelwetter.

Es war alles dabei von leichtem Wind, um mal wieder den Blister rauszuholen bis zu relativ kräftigem Wind (6-7) auf unserer „Speedfahrt“ von Spodsbjerg nach Bagenkop.

Erwähnenswert fanden wir auch die vielen Schweinswalsichtungen und die drei Seehunde, die uns im Kleinen Belt begegnet sind.

Zum Abschluss haben wir dann auch noch das Hafenfest in Wedel besucht. Genau genommen sind wir wegen des Flohmarktes dorthin gefahren, um uns günstig mit allerlei Ausrüstungsgegenständen einzudecken. Auch diesmal hat es sich wieder gelohnt. Von Sturmsegel, über große Lewmar Blöcke bis hin zu einer neuen Schleppleine haben wir eingekauft und nur einen Bruchteil vom Neupreis bezahlt.

Alles in allem wahrscheinlich der beste Ostsee Urlaub, den wir mit unserem Schiff bisher gemacht haben.