Kategoriearchiv: An Land

Vive la France

Von Zeebrugge nach Boulogne sur Mer in Frankreich sind es 90 sm, also war schon wieder eine Nachtfahrt fällig. Aber diese zeigte sich von ihrer friedlichsten Seite. Wir sind am frühen Nachmittag gestartet, um erst nach Sonnenaufgang Boulogne zu erreichen.
Aber ohne Wind und bei Granaten Sicht die Straße von Dover zu passieren ist sicherlich nicht unangenehm. Selbst bei solchen Bedingungen sind diese schnellen Calais-Dover Fähren noch ein Schrecken.
Unsere Rechnung ging genau auf. Zunächst konnten wir noch prima segeln, aber dann ist der Wind total eingebrochen, so dass wir die zweite Hälfte der Strecke motoren mussten.
Die Ankunft in dem Hafen war allerdings im ersten Augenblick ein Schreck. Es roch nach Fisch, das Wasser war nicht wirklich sauber, überall flogen und kreischten die Möwen und für den Steg brauchte man Gummistiefel, weil der von oben bis unten zugesch…en war.

Und jetzt sind wir in Frankreich, dem Land, welches von vielen Menschen, insbesondere den Rheinländern, so geliebt wird. Frankreich zeigt sich von einer charmanten Seite: Super Wetter, keine Wolke am Himmel, aber nicht zu warm, um die Stadt zu besichtigen.
Boulogne ist jetzt nicht wirklich schön (hier sind Sabine und ich uns nicht ganz einig, denn ich finde es ganz schön), aber überall spielen Bands: mal Chansons, mal Klassiker von Santana oder coole DJ lassen Techno dröhnen.
Die Menschen, die sich vor den Brasserien gerne beschallen lassen, strahlen Gelassenheit und Lebensfreude aus. Hierbei hilft natürlich auch das Gläschen Weißwein bereits um 14:00 Uhr.
So eine Atmosphäre findet man bei uns kaum, sie strahlt mediterrane Leichtigkeit aus und dabei sind wir erst in der Normandie.

PS: Ach ja, wir sind zurück im richtigen Leben. Wir haben eine Kneipe gefunden, in der wir uns das Spiel gegen Ghana ansehen können.Schlaaaaand!

Besuch im Brügge

Weltkulturerbe und 2002 Europäische Weltkulturhauptstadt. Eines schon mal vorweg – in Brügge trifft man Reisegruppen aus aller Welt und in großer Zahl. Zur falschen Zeit ist es an einigen Plätzen schon recht voll. Dazu kommen dann noch die vielen Kutschen und Boote, die die Massen von Touristen durch die Gegend fahren…

Aber zurück zum Start. Früh morgens (es muss so gegen 09:30 gewesen sein), haben wir uns auf den Weg mit Tram und Zug von Zeebrügge nach Brügge gemacht. Natürlich haben wir den Zug in Blankenberge knapp verpasst und mussten dort eine Stunde auf den nächsten Zug warten. Kurz vor Mittag waren wir dann in Brügge. Das historische Zentrum von Brügge ist wirklich sehenswert, in sehr gutem Zustand und aus gutem Grund ein Publikumsmagnet. Tolle Bauwerke, jede Menge Shops mit Schokolade und Pralinen, Spitze und sonstigem Tüdelkram. Um der Belgischen Pommes Tradition Rechnung zu tragen, haben wir uns auch an einer großen Portion frisch zubreiteter Pommes gelabt.

Wir haben uns also ausgiebig umgesehen und als wir uns zurück zum Bahnhof machen, stellten wir fest, dass wir den Zug zurück nach Blankenberge knapp verpassen werden. Also ins Bistro und noch mal eine Stunde rum gebracht.

…für Morgen ist dann mal wieder große Wäsche angesagt, d.h. wir werden unser Schiff mal wieder in einen Wäschedampfer verwandeln….

Helgoland – Besuch am Lummenfelsen

Liebe Ornithologen , leider kann ich nicht wirklich etwas wissenschaftlich verwertbares beitragen, außer, dass es am Lummenfelsen wirklich schoen ist (wenn auch geruchlich extrem intensiv). Die Toelpel haben bei dem leichten Wind nicht wirklich ihre wahren Flugkünste gezeigt, aber sind sind einfach schoen anzusehen. Wir hatten schon einmal das Glück auf Helgoland zu sein, als der Wind eher Sturmstärke hatte und dann zeigen die Toelpel wirklich was sie drauf haben. Selten kann man so elegante Flieger in Natur sehen. Ich finde die Insel immer wieder schoen, auch wenn Bine meine Begeisterung nicht immer teilt. Immerhin konnte ich sie ueberzeugen, einen Tag Länger zu bleiben, bevor wir nach Holland weiterfahren.

Merkwürdige Schafe

Gestern waren wir am Deich, um uns den ersten Teil der Regatta anzusehen, die so unser Fortkommen verzögert. Das war aber ein Flop, denn das Feld der Segler war bereits sehr auseinander gezogen, so dass von Land aus nichts spektakuläres zu sehen war. Dafür sind wir aber auf verhaltensauffällige Schafe gestoßen. Unvermittelt hat sich dieses Schafts-Autobahn gebildet und 10 Minuten später wieder aufgelöst.imageFoto