April, April

Di., 17.Sep.19, Franz.Polyn./Tahiti/Papeete, Tag 1932, 18.962 sm von HH

Wie vorausberechnet, erreichen wir morgens Papeete. Mit jedem Meter, den wir uns von unserem Urlaubs-Paradies entfernen, wird der Zahnkranke gesünder: „Tut schon gar nicht mehr weh“. Den Titel ‚Urlaubs-Verderber‘ verleiht er sich selber.
Wir wählen einen Platz in der Stadtmarina. Hier sind die Wege in die Stadt kurz, die zweite Marina liegt 10 Kilometer außerhalb.
Ein Platz in der Marina ist schnell gefunden; ein Formular ist schnell ausgefüllt, so dass Achim bereits mittags bei einer Zahnärztin sitzt. Die kann nichts feststellen. Kein Karies, keine Wurzelentzündung. Nichts. Die Wurzeln sehen bis in die Spitzen sauber auf dem Röntgenbild aus. Achim berichtet ihr von seiner Wunde am Fuß (die übrigens wieder etwas schlechter geworden ist). Sein unappetitlich entzündete Grieskorn am Auge, was seit zwei Tagen am blühen ist, sieht sie selber. Ihre Vermutung lautet, dass das alles zusammenhängt. Staphylo-Kokken vielleicht. Igitt. Da sie am Zahn nichts machen kann, verschreibt sie ein Antibiotikum. Okay, nützt dann wohl nichts mehr, muss er schlucken.

Jetzt heftet Achim sich endgültig den Orden ‚Urlaubs-Verderber‘ an die Brust. Ein Antibiotikum hätte er auch in Tikehau schlucken können. Aber was soll’s. Wer weiß wofür es gut ist. Wir sind zurück in der Zivilisation mit Läden, Restaurants, Unterhaltung und prall gefüllten Supermärkten.

Manta in Tikehau

 

Ein letzter Gruß aus Tikehau. Der Manta am Mantapoint. Schön war’s. :-)

5 Gedanken zu „April, April

  1. Cornelia

    Ich würde Achim dringend empfehlen, ein Blutbild zu machen, mit drei Entzündungsherden im Körper ist nicht zu spaßen, und Zahnärzte sind keine Allgemeinmediziner. Macht keinen Mist!

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  2. Richard

    Hallo,
    ist zwar etwas weiter weg, aber es gibt eine gute Zahnklinik in Nadi auf Fidji, hab mich da mal selbst beworben. Ich arbeite in einer Universitätszahnklinik in Cairns (noch weiter weg).
    Für eine Diagnose bräuchten wir mehr Infos, aber wenn im Röntgen nichts zu sehen ist, war es wohl eine Pulpitis (Entzündung des Zahnnervs), die selten spontan heilt, ofter aber irreversibel wird und mit etwas „Glück“ ohne zu starke Schmerzen in eine Nekrose (Pulpatod) übergeht. Das ist zunächst mal insofern gut, als die Schmerzen weggehen, es kann ich aber hinterher eine Entzündung an der Wurzelspitze (periapikale Parodontitis) entwickeln, die dann wieder zu Schmerzen führen kann. Ein Zahnarzt würde zunächst die Vitalität des betreffenden Zahnes prüfen, mal auf Schmerzen bei Perkussion prüfen und dann ggf. eine weitere Röntgenaufnahme anfertigen. Dementsprechend wäre ein Folgebesuch bei einem Zahnarzt durchaus angeraten. Die Frage wäre auch, woher die Probleme kommen, da könnte also irgendwo noch eine Karies lauern…..
    Auch wenn ich als nur Zahnarzt keine Ahnung hab, das Antibiotikum macht zwar nicht für den Zahn, aber für die Fußwunde die nicht gut abheilen will in jedem Fall Sinn. Kochsalzspülungen (steril) und antibiotische Salbe wären bestimmt auch eine Idee.
    Handbreit,

    -Richard (aus Cairns)
    Falls Ihr Fragen habt, bitte Mail direkt an mich.

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  3. Sabine

    Vielen Dank für die medizinischen Ratschläge (ich finde den mit der Rakete gut … ).
    Wir sind vorsichtig und beobachten. Und Dir, Richard, schickt Achim die Röntgenbilder. Danke für das Angebot.

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