Lockdown … Essen, schlafen und wieder essen und trinken

So.,29. Aug.2021, Franz.Polynesien/Tahiti/Papeete, Tag 2646, 22.204 sm von HH

„Die Ausgangssperre wird durch den Freiheitsentzug beendet …“. So kam die Übersetzung aus dem Französischen an, nachdem entschieden wurde, dass auf den Gesellschaftsinseln nachts eine fast absolute Ausgangssperre von 20:00 bis 04:00 herrscht und wir uns in der restlichen Zeit im Lockdown befinden. Ich allein und Bine in Deutschland – Super Timing.

Nicht, dass Kochen ein Problem für mich wäre… ich bin/war schließlich Chemiker und sklavisch nach Rezept kochen habe ich mal gelernt. Allerdings waren die Zutaten andere und die Anleitungen genauer. Aber das sind nur graduelle Unterschiede.
Leider gibt es für die meisten Sachen, die ich mir bei Bine abgucken konnte keine Rezepte. Fragt mal jemand, der kochen kann, wie er etwas kocht. Da kommt nichts Brauchbares. Nur Sätze wie „Man müsse das nach Gefühl machen“ und „ich kann das so nicht sagen„…

Egal …
Sieht man vom Frühstück ab, das nach wie vor aus Brot, Butter, Wurst und Käse besteht, so haben sich die anderen Mahlzeiten verändert. Da gibt es zwischendurch auch schon mal Tomaten- oder Weißkohlsalat. Als Snack.

Eines meiner Lieblingsessen zur Zeit ist Kichererbsenmus (mit Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer) mit Möhrchen, Tomaten und Sriracha eingerollt in Tortillas. Das ist schnell gemacht und selbst für einen Kochlegastheniker machbar. Wahlweise gehen in die Tortillas auch scrambled eggs mit Sriracha …. eigentlich geht fast alles mit Sriracha und Tortillas.

Ein zweites Top Rezept ist Papaya Salat in Pfannkuchen. Super schnell und recht einfach. Man backe Pfannkuchen. Dann stückelt man eine reife Papaya mit dem Löffel und gibt reichlich klein gewürfelte Zwiebeln dazu. Mit Olivenöl, etwas Salz und gestückelten Chilischoten abrunden und in einen Pfannkuchen einrollen. Fertig.

Papaya Salat ... die kleinen Punkte sind Chili
Ich könnte mir vorstellen, dass auch eine Mango ginge, sollte man gerade keine auf den Punkt reife Papaya zur Hand haben.

Samstag wollte ich mir richtig etwas gönnen. Ente mit Gnocchi. Klingt gut, oder? Schon als die Dose mit dem Konfit öffnete kamen mir Zweifel. Irgendwelche Stücke in Fett/Öl schwimmend kamen zum Vorschein. Brust oder Keule war das nicht. Eine genauere Kontrolle der Dose ergab, dass es sich um Gésiers de Canard handelt …. Kaumägen. Das Ende der Geschichte war, dass ich die Gnocchi ohne Beilage gegessen habe und Erdnüsse zum Nachtisch.

Heute ist Sonntag und somit ist, wie jeden Sonntag in Papeete, Schweinebraten angesagt. Das kulinarische Highlight der Woche. Das Business scheint fest in Chinesischer Hand zu sein. Jeden Sonntag bringen sie ihre frischen Schweinebraten auf den Markt. Herrlich, köstlich, lecker … ein wahrer Traum, bedenkt man, was es zur Zeit sonst zu Essen auf dem Schiff gibt, während ich das Schiff hüte.
Und Montag geht es dann wieder von vorne los …

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