Auch die längste Reise beginnt mit dem 1. Schritt (posted by sabine)

sagt Lao Tse.

Unser erster Schritt hat uns heute 7 sm (13 km) weit nach Wedel getragen.
Da durch die Nordseewochen (eine Regatta) Helgoland bis Pfingsten rappelvoll sein wird, haben wir eine Woche Zeit die Elbe herunter zu trödeln. Und da das Hochwasser bei unserer Abfahrt bereits schon weit fortgeschritten war, haben wir es heute nur hierher geschafft.

An Alle, die uns in den letzten Tagen und Wochen so herzlich begleitet und verabschiedet haben, die liebsten Grüße auf diesem Weg.
Vielen Dank für Eure Unterstützung, Geschenke, Hilfe, Ratschläge und Angebote jeder Art (von Übernachtung und Autoverleih bei Heimbesuchen bis Besuche irgendwo in der Ferne), danke für eure eMails, SMS (besonderer Dank an die mit dem Wunsch von göttlichem Beistand), die bezaubernden Gästebucheinträge (online und analog), Briefe (hallo Melli ??), Fotoalben und sonstigen Überraschungen.
Wir werden euch alle sehr vermissen, freuen uns aber, wenn ihr unsere Reise online mit verfolgt und etwas an unseren Erlebnissen teilnehmen könnt.

Wir sind nicht aus der Welt, wenn es mir aber heute auch das Herz zerreißt.

Atanga goes Hollywood

….na gut, nicht gleich Hollywood, aber Atanga goes doch zumindest Magazine und Tageszeitung. Über unser Vorhaben der Weltumsegelung wurde bereits im März in dem Magazin „Freemans World“ in einem einseitigen Interview berichtet unter der Rubrik „nicht reden, machen“. Ein ganz passender Titel, wie ich finde. Eine weitere 4-seitige Reportage ist in der aktuellen „Yacht“ jetzt am 28. Mai erschienen – Titel hier: „Ende offen“. Leider aus Zeitmangel nur mit alten Bildern aus unserem eigenen Fundus. Und heute, last but not least, war das Hamburger Abendblatt zu Gast bei uns und es wird Dienstag oder Mittwoch ein Artikel in der Harburger Beilage über uns erscheinen. Wer braucht da Hollywood?

Countdown

Die letzten 7 Tage laufen. So wie es aussieht verabschiedet sich der Akku von meinem Laptop. Somit reihen wir uns nahtlos in die Normalitaet aller Segler ein. Irgend etwas geht immer nicht und die Beschaffung wird ja auch nicht leichter. Positiv daran kann man aber sehen, dass wir so immer etwas mehr oder weniger Sinnvolles zu tun haben. Die Ordnung auf dem Schiff nimmt weiter Form an. Die meisten Dinge haben ihren Platz gefunden…. stellt sich nur die Frage, ob wir uns auch daran erinnern, wo dieser Platz war.

Einfamilienhaus vs. Segelschiff

Wir wohnen jetzt fast eine Woche auf Atanga, aber neben der unendlichen Freiheit zieht auch ein Komfort-Verzicht mit ein:
Haus vs. Schiff
1.) 105 qm Wohnfläche vs. 24 qm Wohnfläche
2.) fliessend warmes/kaltes Wasser vs. kalt auch, warm nur, wenn Maschine gelaufen ist oder Landstrom-Anschluß vorliegt
3.) Zentralheizung in allen Räumen vs. gar keine Heizung max. ein kleiner Heizlüfter (aber nur bei Landstrom)
4.) Geschirrspüler vs. Handbetrieb, es sei denn der Skipper hat Bock dazu
5.) Waschmaschine vs. keine Waschmaschine (Maschine im Hafen suchen oder Waschsalon)
6.) In allen Räumen Schränke leicht zugängig vs. jeder (!) Schrank ist wie der heimische Tupperschrank, man bekommt einen Anfall, wenn man an etwas ran will oder auch, es kommt einem alles entgegen
7.) Kühlschrank vs. Kühlschrank als Toplader, das was man braucht ist grundsätzlich ganz unten und ganz unten ist 70 cm und 4 Lagen tiefer
8.) WC, Taste drücken, Wasser kommt, fertig vs. auch WC, allerdings nix drücken, Handbetrieb, also Pumphebel betätigen – mind. 25 Mal – sagt der Skipper, sonst bleibt Urinstein und sonstiges Zeug  in der Leitung und setzt diese zu
9.) Auto vor der Tür vs. alles zu Fuß, per Klapprädern mit 16 Zoll-Reifen oder öffentlichen Transportmitteln – für alle Einkäufe einschl. Getränke (!) Transport
10.) Strom, zu Hause kommt er aus der Steckdose vs. auch Strom, aber es werden einem die Ampere-Stunden vorgezählt
11.) Vattenfall vs. Solarpanele – bei bedecktem Himmel kommt da nix, Windgenerator -ohne Wind kommt da nix = Supergau windstiller, regnerischer Tag, dann bleibt nach Sonnenuntergang noch sich das Leben schön zu trinken….

posted by sabine

 

Restarbeiten – bevor es los geht

Wie Bine schon berichtet hat, war die letzte Woche recht bewegt und auch recht turbulent. Jetzt, nachdem es nur noch eine Woche bis zu unserer Abfahrt ist, sollen aber auch die technischen Arbeiten wieder etwas Gewicht bekommen. Zunächst muss final die Befestigung des Reserveankers fertig gestellt werden. Der neue Hauptanker soll auch noch eine weitere Befestigung bekommen, da die jetzige mir einfach nicht stabil genug erscheint. Das dritte Solar-Panel muss auch noch an seinen Platz an der Reling, damit wir wirklich genug Strom haben … und zu guter Letzt muss die Dreifarbenlaterne im Topp in Ordnung gebracht werden. Es wird also noch eine bewegte Woche. sobald wir dann auch mal wir einen richtigen Internetzugang haben, werden wir ein paar Bilder einstellen.