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Schön – schöner – Tikehau

Mo., 08.Sep.19, Franz.Polyn./Tuamotu/Insel Tikehau, Tag 1925, 18.584 sm von HH

Wasser – fabelhaft
Strand – märchenhaft
Inseln am Horizont – traumhaft
Haie am Ufer – sagenhaft

 

Nichts für Türkis-Allergiker – Motu auf dem Saumriff

Hai auf Patrouille am Prinzesinnen-Strand

Auf Tikehau kann man nur ‚Superlativ‘ sprechen. Die klassischen Südsee-Klischees werden aufs Beste erfüllt. Ein wahrer Südsee-Traum. Und um dem Ganzen noch einen oben drauf zu setzen, ist der Strand zart rosa gefärbt. Ein echter Prinzessinnen-Strand.

Strand von Tikehau

Während wir auf die Heilung von Achims Fuß warten, ankern wir vor der ‚Hauptinsel‘ Tuherahera. Viel ist nicht los, obwohl es ein paar Pensionen mit einer Handvoll Touristen gibt. Wir finden zwei Snackbars, die aber nur tagsüber geöffnet haben. Um abends essen zu gehen, müssten wir es wahrscheinlich in einem der Gästehäuser versuchen. Darauf haben wir bislang verzichtet.
Die fünfhundert Einwohner wohnen weit auseinander gezogen in schnieken Häusern, mit schnieken Gärten und schnieke gefegter Straßenfront. Zwei kleine Läden, eine Polizeistation, die Post und eine Notunterkunft, mehr öffentliche Gebäude gibt es nicht. Vor über hundert Jahren ist Tikehau zuletzt von einem Zyklon getroffen worden. Tuherahera wurde dabei schwer verwüstet, das Dorf am anderen Ende der Insel wieder aufgebaut. Heute gibt es für den Ernstfall eine Notunterkunft auf Stelzen.

Typisches Wohnhaus auf Tikehau

Notunterkunft bei Zyklon-Warnung

nette Anwesen

Eine von zwei Dorfkirchen

Zwei bis drei Maschinen laden täglich auf Tikehau

Die Insel ist knapp drei Kilometer lang und schnell erkundet. Türkis im Norden, Türkis im Süden, Türkis im Westen. Nur der Osten ist tiefblau am Außenriff.
Am Ankerplatz scheinen die Seeschwalben von unten türkis von der Reflektion der Lagune. Türkis, soweit das Auge reicht. Wer eine ‚Türkis-Allergie‘ hat, sollte Tikehau meiden.

Und abends, wenn die Farben erloschen sind, brennt die Insel ein anderes Feuerwerk ab. Der Duft der Frangipani-Blüten wabert schwer zu uns herüber. Die Duftintensität nimmt zum Abend zu, um Nachtfalter anzulocken. Blumige Noten, wie Jasmin- und Rosenduft; Vanille und Mandel; die fruchtigen Noten haben einen Hauch Zitrone und Waldmeister. Ein sinnlicher Duft, exotisch. So muss Südsee riechen.

Frangipani – perfekte, immer fünfblättrige Blüte mit betörendem Duft.

Besuch im Medic-Center

Mo., 01.Sep.19, Franz.Polyn./Tuamotu/Insel Tikehau, Tag 1918, 18.584 sm von HH

Die Verletzung am Fuß hat Achim schon aus Tahiti mitgebracht. Ein harmloser Ratscher, der sich, wie es gerne in den Tropen passiert, entzündet hat. Wir bekommen die Entzündung aber alleine nicht in den Griff. „Du reinigst zu zaghaft und du musst die faule Haut entfernen“. Ich kann nur kluge Ratschläge geben. Um herzhaft die Wunde zu reinigen, während sich der Patient vor Schmerzen windet, bin ich zu weich.
In den letzten Tagen hat die Infektion ein schönes Loch in Achims Hacke gefressen. Jetzt müssen Profis ran, bevor ihm der Fuß abfault. Auf zum Gesundheits-Zentrum.

Tikehau hat fünfhundert Einwohner. Ein Krankenhaus oder Arzt gibt es nicht. Aber zwei Krankenschwestern, die vormittags zwei Stunden geöffnet haben. Man muss draußen vor der Tür warten. Holzbänke stehen im Schatten und Aushänge informieren über das schlimmste Krankheitsrisiko auf Tikehau: Diabetes. Die Polynesier mögen gerne Süßes und noch lieber Fettes. Pommes sind ihr absoluter Favorit. Ein beliebter Pizza-Belag sind Pommes und es gibt tatsächlich Baguette belegt nur mit Pommes, Mayo und Ketchup. Ohne Quatsch, die reine Wahrheit.

Starkes Übergewicht ist die Regel, nicht die Ausnahme. Eine Ernährungs-Pyramide erklärt gesunde Nahrung. Wo der geneigte Polynesier allerdings das empfohlene Obst und Gemüse herbekommen soll, ist mir schleierhaft. In den zwei Mikro-Läden konnte ich bisher nur Zwiebeln entdecken. Selbst nach der Ankunft des Versorgungs-Schiffes fehlt der übliche Kohl und die Möhren. Da ist es einfacher die Pommes aus der Tiefkühltruhe in die Fritteuse zu werfen und mit einer Cola runter zu spülen.

Vor der Tür des Medic-Centers warten schon die Patienten des Tages. Wir sind an fünfter Stelle dran. So denken wir. Ein Patient wird aufgerufen. Noch vier vor uns. Es geht nicht voran. Weitere Patienten treffen ein, gesellen sich zu uns auf die kleine Veranda. Es wird geschwätzt und gelacht, man kennt sich. Gesprochen wird ausschließlich Tahitianisch, Französisch scheint verpönt.
Die Patienten werden nach dem Lifo-Prinzip abgearbeitet: last in – first out. Alle, die nach uns kommen, sind vor uns dran. Die vier, die schon da waren, müssen ebenfalls warten. Das beruhigt uns. Aber ein Prinzip in der Reihenfolge können wir nicht feststellen. Nach zwei Stunden sind wir die Vorletzten sind, die aufgerufen werden.

Gesundheits-Zentrum auf Tikehau

Die beiden Krankenschwestern sind bewandert in der Behandlung von Tropen-Entzündungen. „Kein Fieber, kein Antibiotikum“, so lautet ihre Diagnose. „Nur einmal am Tag reinigen“, lautet die Therapie, „und nicht nass werden lassen“! Die Wunde wird gereinigt und hübsch verbunden. Achim bekommt noch für fünf Tage Verbandmaterial und in Parafin getränktes Wund-Pflaster mit. „Dann sollte die Entzündung verschwunden sein“. Genau wie die Einheimischen brauchen wir weder für Behandlung noch für Verbandmaterial etwas bezahlen.

Fünf Tage später ist die Infektion tatsächlich verschwunden. Jetzt ist nur noch das Loch mit gesundem rohen Fleisch zu sehen. Also weiter Bade-Verbot. Schon blöd. Da schwimmen wir in einem See aus geschmolzenem Türkis und einer von uns darf nicht hinein.

Besser geht nicht – perfektes Wasser und der Lange darf nicht rein

Einfahrt in Tikehau

Do., 29.Aug.19, Franz.Polyn./Insel Tikehau/Tuherahera Tag 1915, 18.584 sm von HH

Es sind nur sechzig Meilen von Makatea zum nächsten Atoll, nach Tikehau. Wann hatten wir zuletzt so eine kurze Distanz zu segeln? Im letzten Jahrhundert in der Ostsee vielleicht. Auch mal schön. Der Wind weht schwach, wir kriechen vor uns hin, eine wunderbare Nachtfahrt. Pünktlich zum vermeintlichen Stillwasser erreichen wir den Pass um 9:00 Uhr morgens.
Still ist hier gar nichts. Die Strömung bläst uns mit vier Knoten entgegen. Die alten Bekannten sind zur Stelle: die stehende Welle, das kabbelige Wasser, die glattgezogenen Flächen; die Strudel, die uns in die Tiefe ziehen wollen. Adrenalin strömt. Ich glaube an diese Passeinfahrten gewöhnt man sich nie. Nach zehn Minuten sind wir durch und erreichen die Lagune.

Wer sich so eine Lagune in einem Südsee-Atoll als ruhige Badewanne vorstellt, der irrt sich. Genau wie wir. Die Lagune von Tikehau hat einen Durchmesser von 20 Kilometern. Genug Anlauffläche für den Wind, je nach Stärke, eine kleine Hacksee oder richtige Wellen aufzubauen. Die kleinen Inseln, die ‚Motus‘, die im Kreis auf der Riffkante sitzen, bieten kaum Schutz vor dem Wind. Wie in Abrahams Schoß liegt und fährt man in den Lagunen nicht.

Aber das Schlimmste in so einer Lagune sind die Bommies. Wild verstreut wachsen diese Korallenberge auf dem Sandgrund der Lagune. Die Bommies haben einen Durchmesser von hundert bis wenige Meter. Viele reichen bis kurz unter die Wasseroberfläche und sind bei dem richtigen Sonnenstand gut zu erkennen. Die Farbe eines Bommys variiert, je nachdem wie weit er an die Wasseroberfläche reicht und wie tief das Wasser ist: grünlich braune Flecken im tiefen Blau, dunkle Flecken im flachen Wasser. Aber wehe, jemand knipst das Licht aus, wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt. Dann steht man im ‚Dunkeln‘, der Bommy vor dem Bug wird unsichtbar.

Der Sandgrund ist gespickt mit Bommies – je dunkler, desto höher kommt der Korallenblock an die Oberfläche

Auf den Seekarten von ‚Navionics‘ sind Bommies nicht verzeichnet. Danach kann man nicht sicher navigieren. Aber es gibt eine weitere Methode, die neben der Augapfel-Navigation zusätzliche Sicherheit bringt. Hierfür muss man aus ‚Google-Erath‘ Satelliten-Fotos vom gewünschten Atoll erstellen und ‚geo-referenzieren‘. Diese Fotos legt man über die Karten von ‚Open-CPN‘, schließt eine GPS-Maus an den Laptop und kann dann auf Satelliten-Fotos Positions genau navigieren. Kaufen kann man solche übereinander gelegten Karten nicht. Die muss man sich aus dem Internet laden und selber zusammen stellen. Dies klingt nach viel Handarbeit, ist aber mit dem Programm ‚Ge2Kap‘ recht flink abgearbeitet.
Außerdem werden die Karten natürlich von Segler zu Segler weiter gegeben.

Bei der Navigation im Atoll steht somit ein Laptop im Cockpit. Und Achim im Ausguck. Die weißen Punkte im Blau sind gut zu erkennen. Jeder Fleck ist ein Bommy. Um die muss ich drum herum steuern. Diese Methode birgt Tücken (wie wir jetzt alle wissen :oops: ). Zum einen gibt es auf den Google Earth Karten noch immer Stellen mit Wolken. Und zum andern sind kleine Korallenblöcke in der Auflösung, die man als nicht Militär-Angehöriger erhält, kaum oder gar nicht zu erkennen.
Das Sicherste ist der Ausguck, der für dauerhafte Sonne zu sorgen hat.

Navigation mit Open CPN, Navionics und den Augen

Weißer Fleck gleich Korallenblock

Wolken an den entscheidenden Stellen

Hafen, der – Substantiv, maskulin

Mi., 28.Aug.19, Franz.Polyn./Insel Makatea/Westseite, Tag 1914, 18.515 sm von HH

Der ‚Duden‘ meint zu Hafen, dass „dies ein Liegeplatz für Schiffe sei, mit der Einrichtung zum Abfertigen von Passagieren und Fracht“. Wenn das so ist, dann verdient der Hafen von Makatea die Bezeichnung ‚Hafen‘ nicht.
Durch die Wellen vor der Einfahrt mit unseren Kajaks zu paddeln, stellt sich im Nachgang als großer Spaß heraus. Obwohl es aufregend ausschaut, wenn man vor sich die brechenden Wellen sieht und auf den richtigen Moment lauert zur Ein- oder Ausfahrt. Unsere Plastikwannen lassen sich erstaunlich trocken durch die Brecher lenken. Aber in dem ‚Hafen‘-Becken brodelt es. Aussteigen schwierig. Die anrollenden Wellen reflektieren an den Betonwänden. Nachfolgendes Wasser weiß nicht, wo es hin soll. Das Hafenbecken läuft voll – der Wasserstand zeigt. Es kabbelt. Es wackelt. Ein Steg existiert nicht. Aus dem Dinghy und Kajak kann man nur an einer rauen Betonwand aussteigen an der zwei überdimensionale Poller befestigt sind. Der Wasserstand steigt, das Kajak gerät unter den Poller, schaukelt hin und her: eine beinbrecherische Aufgabe.

Die ersten zwei Tage war das noch einigermaßen harmlos, aber am dritten Morgen ist alles anders. Der Lärm im Cockpit hat zugenommen. Brausend rollen die Wellen heran, brechen sich am Riff. Das schäumende türkise Wasser erreicht jetzt schon fast Atanga. Mit Sicherheit ist dies der abgefahrendste Ankerplatz, den wir je hatten. Etwas mulmig beobachten wir das Getöse.

So harmlos sah es bei unserer Ankunft aus und das war schon schlimm

Atanga an der Mooring

Atanga an der Mooring

was muten wir unserem Schiff und unseren Nerven zu

Aber wir wollen noch einmal an Land. Geduldig lauern wir vor der Einfahrt auf den richtigen Moment und kommen unbeschadet in den Hafen. Hinter der Ecke dann die Überraschung: die Einheimischen haben die Poller hochgezogen. Das ist ein schlechtes Zeichen, das machen die ja nicht aus Spaß. Ich riskiere den Ausstieg an einem Einschnitt in der Betonwand. „Ich kann’s nicht mit ansehen, ich kann’s nicht mit ansehen“, höre ich aus Achims Kajak. Geschafft! Den rostigen Haken, der zehn Zentimeter hervor steht, sehe ich zum Glück erst später. Ich lasse für Achim den schweren Poller ins Wasser.
Nanu? Die Fischer haben ja ihr Boot aus dem Hafen genommen. Hundert Meter oberhalb des Hafenbeckens haben sie es in Sicherheit gebracht. Na, wenn das kein weiteres Zeichen ist, dass höhere Wellen erwartet werden.

Makatea wird umrundet von einer Korallenplatte

Wir stromern am Ufer entlang. Strand gibt es auf Makatea nur wenig. Was von weitem hell leuchtet, ist eine flache glattgeriebene Korallenplatte. Den Hafen von Makatea hat man damals aus dieser Platte herausgesprengt. „Mir kommt es vor, als würden die Wellen minütlich höher werden“, findet Achim. Ich nicke. „Komm, lass uns verschwinden, bevor wir hier nicht wieder weg kommen.“

Die Einfahrt wird immer wilder

Brechende Wellen im Hafenbecken

Wir kommen trocken und ohne Blessuren aus dem Hafen zu Atanga zurück. Aber uns ist das Ganze unheimlich. Hier wollen wir nicht bleiben, die Zeichen sollten wir nicht übersehen. In zwei Tagen ist westlicher Wind vorhergesagt, dann müssen wir sowieso hier weg. Wir machen das Schiff segelfertig und hauen mittags ab. Abends beim Wetterbericht lesen wir dann von der ‚Schwell-Warnung‘ für die Tuamotu.

Atanga vor dem Riff

Luftaufnahme Makatea Hafen (Photo im Rathaus)

Inseltour auf Makatea

Mo., 26.Aug.19, Franz.Polyn./Insel Makatea/Westseite, Tag 1912, 18.515 sm von HH

Makatea ist in den Tuamotu als einzige Insel ein ‚gehobenes‘ Atoll. Die ursprüngliche Lagune wird hierbei durch das Aufleben vulkanischer oder tektonischer Aktivität über den Meeresspiegel angehoben. Im Fall von Makatea auf 60 bis 100 Meter. Nach der Hebung des Atolls ist die ehemalige Lagune trocken gefallen und Pflanzen haben sich angesiedelt.
Wie viele gehobene Atolle weist auch Makatea ein hohes Phosphat-Aufkommen auf.
Dieses Phosphat wurde von 1906 bis 1966 auf der Insel abgebaut. Zurück geblieben sind ein alter Hafen, tausende von Löchern und eine Menge Altmetall im Dschungel.

Die Steilküste von Makatea lag mal auf dem Meeresgrund

Tapu holt uns um 9:00 Uhr zur Besichtigung seiner Insel ab. Bereits seit Großvater lebte auf Makatea und war im Phosphat-Geschäft beteiligt. Heute wohnen noch 60 Menschen auf der Insel. Mit von der Partie sind Kim und David, das amerikanische Pärchen, was gestern das Rennen auf die letzte Mooring gewonnen hat. Die beiden entpuppen sich allerdings von Angesicht als ausgesprochen nett. ;-)

Eine Verladebrücken, die damals über den Hafen als beeindruckende Konstruktion errichtet war, hat man aus Sicherheitsgründen in die Luft gesprengt. Heute stehen nur noch die Stützpfeiler der Brücke auf der Riffkante. Das Eisen der Brücke rostet am Meeresgrund. Im Hafen liegen noch verstreut Deichseln, alte Loren und dutzende Eisenräder herum. Makatea ist die einzige Insel in Polynesien, die Schienen hat. Die Lokomotive, die Generatoren, Werkzeuge, die überdimensionalen Bohrer und Drehbänke wurden erst kürzlich von Tapu und seinen Kumpels vom Dschungel freigelegt.

Dampflok im Dschungel von Makatea

Hafen von Makatea – Verladestation für Phosphat

Dutzende Loren-Räder

 

Der Generator damals

Im Rathaus von Makatea gibt es eine kleine Ausstellung mit alten Fotos aus der Zeit der Phosphat-Gewinnung. Tapu ist gerade dabei noch weitere Fotos aufzutreiben. Überhaupt ist der junge Mann sehr umtriebig. Er möchte mehr Besucher auf die Insel holen. Als passionierter Kletterer macht er Werbung für Free-Climbing-Touren an den Klippen.

Die Buddelei nach dem Phosphat hat die Inseloberfläche komplett verändert. Loch an Loch an Loch. Soweit das Auge reicht, sieht Makatea wie ein Schweizer Käse aus. Mit der Schaufel haben Arbeiter aus China, Japan, Frankreich und Polynesien das weiche Phosphat aus dem harten Gestein gebuddelt. Zwischen drei und sechszehn Meter tief sind die Löcher. Auf wackeligen Brettern, die man über die Löcher legte, wurde mit Schubkarren das Phosphat zu Sammelstellen gekarrt. Eine unvorstellbare Knüppelarbeit. Bis zu zweitausend Menschen haben an der Umgestaltung der Insel mitgearbeitet.

Die Oberfläche von Makatea


Arbeiter buddeln abertausende Löcher in die Insel

Es gibt eine australische Firma, die die Phosphat-Gewinnung wieder aufleben lassen will. Weltweit gehen die Vorräte von Phosphat, was nicht mit Schwermetallen verunreinigt ist, dem Ende entgegen. Im Augenblick scheitern diese Pläne an einer Idee, wie man die Insel für schweres Gerät befahrbar machen könnte. Zur Zeit existiert nur eine Auto-Piste, für die man mühsam die Löcher mit Sand und Korallenschütt befüllte. Für Landwirtschaft ist die Insel ebenfalls ungeeignet, trotz guter Wüchsigkeit der Pflanzen. „Phosphor haben wir ja genug“, witzelt Tapu, „hier wächst alles. Aber es existieren keine Pläne und noch weniger Geld, um die Insel zu planieren.“